Leoben

Eröffnung eines Hanf-Shops sorgt für Aufregung

Für großes Aufsehen sorgt seit Tagen die Eröffnung des Hanf-Shops „Greenfield - Die mit dem Hanf“ in Leoben. Christian Pirker und sein Vater Bernhard Pirker nutzen jedoch nur die Vielfalt dieser Pflanze.

Christian Pirker und Vater Bernhard Pirker führen den Hanf-Shop „Greenfield –  Die mit dem Hanf“
Christian Pirker und Vater Bernhard Pirker führen den Hanf-Shop „Greenfield – Die mit dem Hanf“ © Jelicic
 

Ein Hanf-Shop in Leoben – ein sehr umstrittenes Thema, bei dem die Meinungen weit auseinandergehen. Bernhard Pirker und sein Sohn Christian Pirker aus Trofaiach eröffnen heute ihren Shop „Greenfield – Die mit dem Hanf“.


„Die Hanfpflanze ist sozusagen ein kleines Wunder – es ist faszinierend, was man mit Hanf alles machen kann“, erzählen die beiden. „Von Lebensmitteln über Dämmmaterial und Kleidung bis hin zum medizinischen Zweck.“ Das hat Vater und Sohn überzeugt und zum Entschluss gebracht, „Greenfield – Die mit dem Hanf“ zu eröffnen. „Leider setzen die Menschen unseren Shop sofort in Verbindung mit Drogen“, erklärt Christian Pirker. „Nachdem wir ihnen aber erklären, was wir genau machen, finden sie es super.“


Die Idee zum Shop kam Christian Pirker bei einer Hanf-Messe in Vösendorf, wo er sehr viele Informationen über die Hanfpflanze einholte. Mit großer Überzeugung stellte er die Idee seinem Vater vor, der sofort zusagte.


Legaler Verkauf


„Die Pflanze darf nicht zu blühen beginnen“, so Bernhard Pirker. Erst mit der Blüte entwickelt der Hanf den berauschenden Cannabis-Wirkstoff THC. Aus diesem Grund darf man Hanfpflanzen auf legalem Weg aufziehen und schlussendlich mit dem Hinweis verkaufen, dass die Stecklinge nicht zur Suchtgiftgewinnung verwendet werden dürfen. Die Beiden distanzieren sich vom Suchtgift, da der Gebrauch der Hanfpflanze anders nützlicher sei. Sie ziehen den Hanf sehr gerne als Lebensmittel heran. „Ich habe einmal einen Kuchen mit Hanfmehl gebacken, der bei meinen Arbeitskollegen sehr gut ankam“, erzählt Christian Pirker.


Wunderpflanze


So vielseitig nutzbar sei laut Christian Pirker kaum eine andere Pflanze auf dieser Welt. Schon vor Jahrhunderten wurde Hanf angebaut und verwendet. Aus verschiedenen Gründen wurde dieser in vielen Ländern verboten. Mit moderner Fasergewinnung könnte man sogar aus einem Hektar Hanf die gleiche Menge Papier produzieren wie aus 4,1 Hektar Wald – der Hanf wächst aber jährlich aufs Neue im Gegensatz zu Bäumen. Hanfnudeln, Müsli, Schokolade und Bier gibt es sogar schon. Empfehlenswert sei die Pflanze für Veganer, da sie wichtige Inhaltsstoffe in sich trägt.


Positive Auswirkungen


Ein persönliches Highlight der beiden ist der medizinische Zweck der Hanfpflanze. Das Gewächs produziert Cannabinoide (CBD), die in der Gesundheit eine tragende Rolle spielen können: Bei vielen psychischen sowie physischen Erkrankungen gab es laut Studien positive Auswirkungen durch das CBD. Auch die beiden Trofaiacher machten damit positive Erfahrungen.


Für die Zukunft hoffen sie, dass die Menschen offener mit diesem Thema umgehen und nicht sofort urteilen. Außerdem möchten sie Workshops anbieten, wo man über die Geschichte des Hanfs und ähnlichen Themen informiert wird – eine Art Aufklärung.

Kommentare (2)

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StJakober
3
2
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Eine Art Aufklärung

Die beiden werden den Jugendliche den wirtschftlichen und medizininischen Zweck ja absolut glaubhaft vermitteln😉

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pensi66
4
1
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für was

die zwei sehen aber auch nicht gesund aus

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