Das Erzberg-Rodeo wirbelt Staub auf
Gerhard Freiinger, Bürgermeister von Eisenerz, reagiert gelassen auf die jüngsten, durchaus kritischen Aussagen von Landesrat Manfred Wegscheider über das Erzberg-Rodeo.

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Kritisch äußerte sich Manfred Wegscheider, Landesrat für Umwelt und Sport, nach seinem Besuch in Eisenerz über das Erzberg-Rodeo. Das Motorrad-Spektakel passe mit dem umweltpolitischen Kurs "nicht ganz" zusammen, meinte Wegscheider im Kleine-Interview. Es gehe um das wirtschaftliche Überleben der Erzberg-Region: "Aber die ideale Alternative ist so eine Veranstaltung nicht. Ich habe den Menschen gesagt, macht's doch auch andere Veranstaltungen und Konzerte", so Wegscheider.
Kaum Belastungen. Eine Stellungnahme, mit der Gerhard Freiinger, Bürgermeister von Eisenerz, "kein wirkliches Problem" hat: "Ich sehe das eher sachlich. Es ist klar, dass Wegscheider als Umweltlandesrat am Erzberg-Rodeo nicht alles positiv finden kann. Umwelt und Motorsport sind zwei Bereiche, die unterschiedlicher nicht sein können. Vielleicht ist es aber auch ein Vorteil, dass die beiden in einem Ressort zusammengefasst sind. So kann man unter Umständen leichter einen Kompromiss finden, wie man Umwelt und Motorsport unter einen Hut bekommen kann", meint Freiinger.
Er finde es positiv, dass Wegscheider seiner Einladung zum Erzberg-Rodeo gefolgt sei: "Ich habe ihn eingeladen, damit er sich die Veranstaltung und unsere Situation aus der Nähe ansehen kann. So kann er sich mit unserer Situation vor Ort auseinander setzen und muss nicht aus der Ferne urteilen." Was die mögliche Umweltbelastung durch das Motorsport-Event betrifft, meint Freiinger: "So eine Veranstaltung wirbelt im wahrsten Sinn des Wortes viel Staub auf. Trotzdem gibt es für die Bevölkerung kaum Belastungen. Wir sind kein Immissionsgebiet und die Luftgüte ist in Eisenerz in Ordnung."
Ganz notwendig. Das Erzberg-Rodeo sei für die Region um den Erzberg von enormer Bedeutung, so Freiinger: "Wir brauchen diese Veranstaltung ganz dringend. Es geht ja nicht nur um diese vier Tage, die wirtschaftlich erfolgreich sind. Das Ganze bringt weitere Chancen mit sich." Es gebe rund um den Erzberg pro Jahr knapp 70 Veranstaltungen, auch im touristischen Bereich: "Manche haben allerdings nicht wirklich viel Publikum. Etwa, wenn Rallyepiloten oder Autofirmen Fahrzeuge im Offroad-Gelände testen." Es sei letztlich Aufgabe der Eisenerzer, Wegscheider davon zu überzeugen, dass in der Region schon Vieles geschehe: "Keine Frage, es muss noch mehr passieren", räumt Freiinger ein. Das Gelände des Erzbergs biete sich für solche Veranstaltungen ideal an.
Mutig. Die Entscheidung Wegscheiders, das Erzberg-Rodeo zu besuchen habe er als "eher mutig" empfunden: "Schließlich gibt es jedes Mal ein ganzes Bündel an finanziellen Wünschen, mit dem wir auf ihn zukommen. Der Ausbau des Nordischen Ausbildungszentrums zum Beispiel. Das fällt auch in Wegscheiders Zuständigkeit." Hier sei man auf Unterstützung des Landes angewiesen.















