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Realistisches und Mysteriöses verschwimmen

Der 42-jährige Autor Heinz Kröpfl aus St. Michael begibt sich mit seinem Roman "Der See. Eine Ausuferung" auf Lesereise.

 

Innerhalb von nur sechs Tagen, im Mai 2007, hat Heinz Kröpfl, Autor aus St. Michael, seinen neuesten Roman "Der See. Eine Ausuferung" geschrieben. Bis zum Erscheinen - das Werk ist seit Kurzem im Buchhandel erhältlich - hat er es noch zweimal überarbeitet. "Der See. Eine Ausuferung" ist sein mittlerweile neuntes Buch, sein zweiter Roman hintereinander.

"Der Roman hat vier Komponenten. Es ist eine Geschichte über Sprachlosigkeit, eine realistische Milieustudie, eine traum-haft sonderbare Liebesgeschichte und ein Kippen in eine mysteriöse Dramatik", so Kröpfl,

Protagonist des Romans ist ein Schriftsteller, der einen mehrwöchigen Aufenthalt in Form eines Stipendiums an einem See bekommen hat. Mit der Auflage, ein neues Werk zu erarbeiten. Vorsichtig, aber neugierig, beginnt er gedanklich, in den See einzutauchen und das Ufer zu erkunden, die auch im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen sollen. Praktisch aus dem Nichts taucht plötzlich eine geheimnisvolle Frau auf, die ihn völlig in ihren Bann zieht. Und es passieren seltsame Vorfälle rund um den See, die viele Fragen aufwerfen.

Im Buch macht Kröpfl deutlich, wie schwierig es für einen Schriftsteller sein kann, den ersten Satz für ein Werk zu finden, aus dem sich dann der rote Faden entwickelt. Die bange Frage nach dem möglichen Verlust seiner Kreativität, das Schreckgespenst einer Schreibblockade, aber auch die des Versagens, einer Blamage des kleinen Schriftstellers im Literaturbetrieb wird beklemmend spürbar. "Der Leser kann sich mit der Hauptfigur identifizieren, wird aber nicht eins mit ihr", meint Kröpfl. Bis zu einem gewissen Grad aber doch.

Züge

Beim Lesen drängt sich allerdings unwillkürlich die Frage auf, ob der Schriftsteller autobiografische Züge des Autors Heinz Kröpfl hat. "Ich bin nicht identisch mit der Hauptfigur, allerdings ist die eine oder andere Erfahrung von mir eingeflossen", erklärt Kröpfl. Der See sei ebenso wie der Ort und die Figuren fiktiv.

So harmlos alles beginnt, im Laufe der Handlung dreht sich alles in Richtung mysteriöse Dramatik, auf die sich der Leser einlassen muss. Kröpfl wirft die alte philosophische Frage um die Wahrheit der Wirklichkeit auf. Ein gewagtes Unterfangen, das den Leser herausfordern soll.

Kröpfl selbst liest gerne Peter Handke, Thomas Bernhard, aber auch Franz Innerhofer gehört zu seinen bevorzugten Autoren. "Es ist aber nicht gut, zu versuchen, so zu schreiben, wie seine Vorbilder. Ich habe meinen eigenen Stil und meine Sprache", betont er, und er bezeichnet sein neuestes Werk als Unterhaltungsliteratur mit Tiefgang. Kröpfl begibt sich nun auf eine Lesetour, die am 8. Oktober in Pischelsdorf beginnt. Auch im Bezirk gibt es einige Termine (siehe Infokasten).

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