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Gemeindereform

St. Peter steht zwischen Leoben und Trofaiach

Leoben und Trofaiach bekunden Interesse, St. Peter-Freienstein für eine Gemeindefusion ins Boot zu bekommen. Es gibt Gespräche in beide Richtungen. Noch ist allerdings alles offen.

 

Anita Weinkogl, Bürgermeisterin von St. Peter-Freienstein, ist sich der wichtigen Schlüsselfunktion ihrer Gemeinde bewusst, was das Thema Gemeindefusionen betrifft. Sowohl Leoben als auch Trofaiach bekunden großes Interesse St. Peter ins Boot zu bekommen (wir berichteten).

"Eine äußerst schwierige Entscheidung", räumt Weinkogl ein. Sie führe sowohl mit Leoben als auch mit Trofaiach laufend Gespräche, um Möglichkeiten abzustecken. Es werde wohl noch ein bis zwei Monate dauern, bis es zu einer endgültigen Entscheidung komme. "Für mich ist wichtig, dass wir das machen, was für unsere Gemeindebürger das Gescheitere ist und dass sie auch weiterhin eine Anlaufstelle im Ort haben", betont Weinkogl.

Ein spezieller Knackpunkt: Das Betriebsgelände der Voestalpine Donawitz ist derzeit auf die Gemeindegebiete von Leoben und St. Peter verteilt. "Wir müssen uns fragen, wollen wir künftig wieder eine Trennung oder wollen wir das Betriebsgelände nicht gemeindemäßig zusammenführen?" Schließlich gehe es darum, die Wirtschaft zu stärken. Einen Blick müsse man auch auf die Finanzstärke einer Gemeinde legen: "Es ist nicht sinnvoll, wenn mehrere nicht so finanzstarke zusammengehen." Die Meinung der Bürger sei geteilt: "Die meisten gehen nach persönlichen Erfahrungen, die sie mit Leoben oder Trofaiach gemacht haben."

Zu wenig Zeit

Das Zeitfenster, das das Land den Gemeinden vorgegeben hat, sei zu kurz: "Es wissen alle, dass die Sache gut ist, aber das Tempo ist zu hoch und die meisten können sich einfach noch nicht vorstellen, wohin die Reise gehen soll", so Weinkogl. Viele Gemeinden seien anfangs von "Regionext" überfordert gewesen: "Ich nehme mich selbst gar nicht aus. Es war eine gedankliche Umstellung. Und jetzt, wo das Zusammenrücken der Gemeinden durch Regionext erste Früchte trägt, kommt sofort etwas noch viel Weitergehendes daher." Das Land gebe den Gemeinden auf dem Weg zu wenig Halt: "Die Frage ist auch, was das Land selbst will. Wenn man das wüsste, würde die Entscheidung wohl ein bisschen leichter fallen", meint Weinkogl.

Während man in St. Peter-Freienstein noch abwägt, ist man in Trofaiach, Hafning und Vordernberg steiermarkweit schon am weitesten fortgeschritten. "Wir werden in der nächsten Gemeinderatssitzung Anträge zur Bildung von Fachausschüssen einbringen. Aus diesen Fachausschüssen sollen dann Steuerungsgruppen gebildet werden", erklärt Trofaiachs Bürgermeister Mario Abl.

Am 21. März gehen auf der Bezirkshauptmannschaft Leoben die ersten Gemeindestrukturgespräche über die Bühne. "Eingeladen wurden Trofaiach, Hafning, Vordernberg und auch Gai", erklärt Abl. Gai hat aber auch Interesse an einer Fusion zwischen Leoben, St. Peter und Traboch (wir berichteten). Dass es in Trofaiach bereits nächstes Jahr Gemeinderatswahlen geben könnte, schließt Abl nicht aus: "Wenn die Verhandlungen zielführend sind, und wir die Bevölkerung einbinden können, spricht nichts gegen einen früheren Wahltermin. Wenn es schneller geht, dann geht es eben schneller."

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