Warnung ist ein "Scherz"
Angeblich sollen Gauner unterwegs sein, die Schlüsselanhänger mit GPS-Empfänger verteilen. Aber das dürfte ein reines Gerücht sein.

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Ein Gerücht macht derzeit in der Obersteiermark die Runde: Kriminelle Diebesbanden sollen Gratis-Schlüsselanhänger an Tankstellen und öffentlichen Plätzen verteilen - vor allem an "wohlhabend aussehende Personen", heißt es in einem E-Mail.
Das hat auch seinen Grund, denn die Schlüsselanhänger haben einen GPS-Empfänger eingebaut, mit dem die Ganoven den Wohnort ihres "Opfers" ausfindig machen. Außerdem könnten sie damit feststellen, wann die betreffende Person außer Haus ist - und damit der Weg frei für eine ruhige Durchstöberung des Hauses oder der Wohnung. "Bitte nehmen sie das nicht an und informieren Sie Ihre Bekannten", wird in der Aussendung eindringlich gewarnt.
Verteilung
Inzwischen hört man auch schon, dass diese Schlüsselanhänger in Einkaufszentren in Kapfenberg und Leoben verteilt werden sollen. Das Dumme daran: Alle wissen das nur aus zweiter Hand. Fragt man nach, kommt man nie zu jemandem, der einem diesen Schlüsselanhänger zeigen könnte. Es findet sich nicht einmal jemand, der die Gauner, die diese Anhänger verteilen, mit eigenen Augen gesehen hat. Auch bei der Außenstelle Niklasdorf des Landeskriminalamtes kann man nicht mit Hinweisen dienen, wie Leiter Franz Weitzer sagt: "Weder bei uns noch in Leoben oder Graz liegen Meldungen vor. Wenn aber so etwas verbreitet auftritt, würde sich vermutlich auch bei uns jemand melden." Es dürfte sich nicht um eine "neue Art von Kriminalität" handeln, wie kolportiert wird, sondern um einen "Hoax". Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Jux, Scherz oder Schwindel. Viele fallen darauf herein und verbreiten die Botschaft weiter.















