Grünes Licht für die Fusion ab 2013
In den Gemeinderäten von Gai, Hafning und Trofaiach wurden die Beschlüsse für die Fusion ab 1. Jänner 2013 gefasst. Damit steht einer Fusion der drei Gemeinden nichts mehr im Wege.

Foto © Andreas SchöberlDie Bürgermeister der drei Gemeinden Gai, Trofaiach und Hafning (Zechner, Abl und Lackner)
Erwartungsgemäß erfolgten in den Gemeinderäten von Gai, Hafning und Trofaiach beinahe zeitgleich die notwendigen Beschlüsse für eine Fusion der drei Gemeinden ab 1. Jänner 2013. Nun sollen die drei Gemeinderäte mit Ende des Jahres aufgelöst werden, danach wird bis zur Wahl des Gemeinderats für die neue Stadt ein Regierungskommissär eingesetzt, der bis dahin quasi die Geschäfte führt. Das wird höchstwahrscheinlich Trofaiachs Bürgermeister Mario Abl sein, als Beiräte dürften seine Amtskollegen Bernhard Zechner (Gai) und Alfred Lackner (Hafning) hinzugezogen werden.
Während die Entscheidung für die Fusion in Gai einstimmig ausfiel, kam es in Hafning und Trofaiach zu mehrheitlichen Beschlüssen pro Fusion (siehe Infokasten). In Trofaiach sprach sich KP-Vizebürgermeisterin Gabriele Leitenbauer vehement gegen die Fusion aus: "Die Jubelmeldungen über die Ergebnisse der Bürgerbefragungen in Trofaiach, Hafning und Gai sind keinesfalls nachzuvollziehen", so Leitenbauer. Und weiter: "Wenn nur 22 Hafninger statt mit Ja mit Nein gestimmt hätten, wäre Hafning auch gefallen und Trofaiach wäre mit Gai alleine da gestanden." Sie habe Respekt vor Vordernbergs Bürgermeister Walter Hubner, der "rechtzeitig die Reißleine gezogen hat, um Schaden von seiner Gemeinde abzuhalten."
Thomas Ecker, FP-Fraktionsführer, erklärte: "Wir wollen den Willen der Wähler im Gemeinderat umgesetzt wissen. Das Ergebnis der Volksbefragung ist anzuerkennen." Die FPÖ sei zwar ursprünglich gegen die Fusion gewesen, aber: "Es gab einige Fragezeichen, die ausreichend geklärt wurden. Die drei Gemeinden gehören auch topografisch zusammen und sind schon jetzt in vielen Bereichen sehr ineinander verwoben", so Ecker.
Historischer Moment
Es sei ein historischer Moment, so VP-Gemeinderätin Astrid Zeiler: "Etwas Neues entsteht. Viel Arbeit kommt vor allem auf die Mitarbeiter in den Gemeinden zu." Es sei klar, dass eine Fusion einen einschneidenden Vorgang darstelle und auch Ängste in der Bevölkerung gegenüber dem Neuen und Unbekannten erwecke: "Ängste muss man ernst nehmen, in Ruhe darüber sprechen, zuhören und aufklären."
Gemeinderat Peter Marschnig (SPÖ) meinte, der Beschluss des Gemeinderats sei ein Meilenstein, aber keinesfalls die Ziellinie: "Bis zur Neuwahl wird es weitere Anstrengungen brauchen. Danach müssen wir beweisen, dass die Bürger die richtige Entscheidung getroffen haben", so Marschnig. Er wolle Vordernberg die Tür für Verhandlungen nicht zuschlagen. Das sehen VP-Fraktionsführer Wolfgang Schoberl und FP-Thomas Ecker skeptisch: Eine Zusammenarbeit dürfte nach den Ereignissen in Vordernberg wohl "ein bisschen schwierig werden", so Ecker.
Features
Fakten
In den Gemeinderäten von Gai, Hafning und Trofaiach wurden die notwendigen Beschlüsse für eine Fusion schon ab 1. Jänner 2013 gefasst.
Trofaiach: Mehrheitsbeschluss mit Gegenstimmen der KPÖ, Gai: einstimmig, Hafning: mehrheitlicher Beschluss mit zwei Gegenstimmen (SPÖ, FPÖ) und einer Stimmenthaltung (SPÖ).
















