Architekten der neuen, sechstgrößten Stadt
Die Bürgermeister Bernhard Zechner, Alfred Lackner und Mario Abl entwerfen eine neue Stadt für 11.388 Einwohner.

Foto © Schöberl | WalentaZechner, Aibl, Lackner
Mit Hausverstand und Bauernschläue
Bernhard Zechner ist erst seit Jänner 2012 Bürgermeister von Gai. Seine eigene Bürgerliste nennt sich "Wir für Gai". Der 43-jährige Landwirt hat bereits eine wechselhafte Politkarriere hinter sich. Das erste Mal trat Zechner als VP-Gemeinderat öffentlich in Erscheinung. Nach vielen Turbulenzen in der Gemeinde Gai kehrte er der ÖVP den Rücken und gründete die Bürgerliste. Längere Zeit war Zechner auch als Vertreter der IG Milch umtriebig. Als Politiker ist er bodenständig und besitzt Hausverstand. Eine gewisse Bauernschläue ist ihm nicht abzusprechen. Auch wird ihm ein Zug zur Macht bescheinigt. Er dürfte wohl wieder in den Schoß der ÖVP zurückkehren.
Besonnener Mann des Konsenses
Alfred Lackner ist seit Mai 2009 SP-Bürgermeister von Hafning. Davor war er bereits einige Jahre als Vizebürgermeister tätig. Der gelernte Elektriker ist 47 Jahre alt und war früher Betriebsrat beim Leiterplattenhersteller AT&S in Leoben-Hinterberg. Das Amt des Bürgermeisters übt Lackner hauptberuflich aus. Sein absolutes Fachgebiet und Steckenpferd sind die Abfallwirtschaft und auch der Umweltschutz in all ihren Facetten. Auch das Thema erneuerbare Energien schreibt Lackner ganz groß. Er ist sehr besonnen und gilt in der Kommunalpolitik als Mann des Konsenses. Kraft für seine politische Arbeit schöpft Lackner beim Bergsteigen und Wandern in der Region.
Einer, der genau weiß, was er will
Mario Abl ist seit November 2009 Bürgermeister von Trofaiach, der zweitgrößten Stadt des Bezirks Leoben. Der 42-Jährige kann bereits als SP-Politroutinier bezeichnet werden, war er doch in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten seit vielen Jahren aktiv. Stellvertretender Stadtamtsdirektor von Trofaiach ist Abls Hauptberuf. Er gilt als einer der Vordenker der Gemeindestrukturreform, studierte berufsbegleitend Wirtschaftswissenschaften an der Alpe Adria-Universität in Klagenfurt. Im Zuge seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit regionalen Aspekten der Reform. Abl wird als "Macher" bezeichnet, als SP-Hoffnungsträger, der weiß, was er will.















