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    Zuletzt aktualisiert: 12.09.2012 um 20:40 UhrKommentare

    Schock in Eisenerz: Alumelt pleite

    Das Aluminiumschmelzwerk Alumelt in Eisenerz musste Insolvenz anmelden. Davon betroffen sind 34 Beschäftigte. Alumelt möchte das Werk allerdings weiterführen.

    Foto © Weichselbraun/Sujetbild

    Paukenschlag bei der Firma Alumelt in Eisenerz. Das Alurecyclingwerk, das erst im Herbst 2010 in Betrieb gegangen ist und Ende 2011 die behördliche Genehmigung für einen zweijährigen Versuchsbetrieb erhalten hat, musste beim Landesgericht Leoben Insolvenz anmelden.

    "Beantragt hat die Firma ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Mit der Eröffnung ist möglicherweise schon morgen zu rechnen", meinte gestern Franz Blantz vom Alpenländischen Kreditorenverband. Da das Insolvenzverfahren gestern noch nicht eröffnet war, gibt es auch noch keinen Masseverwalter.

    Die Verbindlichkeiten betragen etwa 13,3 Millionen Euro. Diesen stehen 6,9 Millionen Euro Aktiva gegenüber. Betroffen sind 34 Dienstnehmer und etwa 240 Gläubiger. Von den Verbindlichkeiten entfallen etwa sieben Millionen Euro auf Banken und 3,3 Millionen Euro auf Leasingverbindlichkeiten. Den Lieferanten schuldet man 1,7 Millionen Euro. Der Rest verteilt sich auf offene Dienstnehmeransprüche und öffentliche Abgaben. Der Gläubigerschaft wird vorerst eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten.

    "Es ist ewig schade. Es bricht uns das Herz. Ich habe es den Mitarbeitern heute mitgeteilt. 90 Prozent unserer Mitarbeiter sind aus Eisenerz und Umgebung", erklärte gestern Helmut Wulz, Geschäftsführer von Alumelt.

    Aufgrund von Anrainerbeschwerden sei es seit dem Probebetrieb immer wieder zu Betriebsschließungen gekommen. Durch diese sei es zu einem Umsatzentgang in der Höhe von etwa fünf Millionen Euro gekommen, wie der Alpenländische Kreditorenverband mitteilt. Als weiteren Grund für die Insolvenz werden aber auch die Preisentwicklungen am Rohstoffmarkt genannt, die sich für das Unternehmen negativ ausgewirkt haben sollen.

    Schließungen

    "Wir mussten das Werk drei Mal schließen. Im November-Dezember des Vorjahres, Mai und Juni sowie Juli-August. Ich will aber keine Schuldzuweisungen machen. Weder an die Nachbarn noch an die Behörden. Wir haben immer intensiv daran gearbeitet, alle Auflagen der Behörde zu erfüllen. Und wir haben auch 70 Prozent aller Auflagen binnen kurzer Zeit erfüllt. Diese werden sukzessive abgearbeitet", so Wulz. Das Unternehmen habe auch damit zu kämpfen, dass es mehrere Emittenten in Eisenerz gebe. Es stinke auch dann nach faulen Eiern, wenn Alumelt nachgewiesenerweise nicht in Betrieb sei.

    Alumelt strebt im Insolvenzverfahren eine Weiterführung an. "Es liegt nun an Gericht und Masseverwalter, ob sie unserem Antrag folgen", so Wulz. Die Auftragslage sei sehr gut. "Die Kunden halten zu uns. Wir könnten drei Mal so viel verkaufen, wie wir produzieren können. Wir haben 20 Kunden in sieben Ländern", erklärt Wulz.

    ANDREA WALENTA

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