Neue Saison startet mit Polterabend und Derby
Trofaiach erwartet am Samstag zum Bundesligaauftakt Graz. Wie es heuer laufen soll, sagen Klubboss und Coach.
I n der ersten Bundesligasaison akklimatisierte sich Trofaiach, in der zweiten überraschte man Freund und Feind als Zweiter im Grunddurchgang und dem Aufstiegs-Play-off. Was erwartet die Fans in der dritten Bundesligasaison, die morgen um 20.15 Uhr zu Hause gegen Graz startet?
HEINZ RUMPOLD: Wir wollen dort anschließen, wo wir im Vorjahr aufgehört haben. . .
JÜRGEN RADISCHNIG: Obwohl es diesmal schwieriger wird. Im Vorjahr hatten wir keinen Druck, wollten nur den Klassenerhalt. Diesmal ist das Aufstiegs-Play-off das Ziel.
Klingt ein wenig wie Tiefstapeln. Immerhin hatte der ATV eine souveräne Vorbereitung. Bei den steirischen Handballtagen mit HLA-, und internationaler Beteiligung war man beispielsweise Zweiter.
RUMPOLD: Es stimmt, wir hatten die beste Vorbereitung in der Klubgeschichte und haben uns gut verstärkt. Deshalb wollen wir auch die eklatante Kluft zu den HLA-Klubs verkleinern und ihnen im Play-off Punkte wegnehmen.
Trofaiach hatte die beste Vorbereitung der Klubgeschichte, hat man auch das bislang beste Team?
RADISCHNIG: Ich denke schon. Die Eigenbauspieler sind wieder reifer, mit Zsolt Varga haben wir einen der stärksten Bundesliga-Goalies und mit Primoz Drozina den lange gesuchten Linkshänder, der perfekt ins Konzept passt.
Wurde das Budget erhöht?
RUMPOLD: Wir stehen noch immer bei insgesamt 180.000 Euro für zwei Bundesliga- und alle Jugendteams.
Wie viele Eigenbauspieler stehen im 17-Mann-Kader?
RADISCHNIG: Zwölf, und darauf sind wir auch stolz.
Mit Christoph Neuhold erhielt jetzt erstmals ein Trofaiach-Spieler eine Nationalteameinberufung. Welche Vereine sind an ihm dran?
RUMPOLD: Acht HLA-Vereine und ein deutscher Klub. Mit Krems gibt es konkrete Verhandlungen, fix ist aber noch nichts. Höchstens, dass er uns nach der Saison verlässt - außer es kommt was Gravierendes dazwischen.
Zum Beispiel?
(Beide lachen laut) RUMPOLD: Der Aufstieg!
In der vergangenen Saison hing erstmals das "Ausverkauft"-Schild an der Kassa. Wird es das wieder spielen?
RADISCHNIG (lacht): Sicher, spätestens, wenn wir im Play-off wieder auf Leoben treffen!
Herr Radischnig, Sie heiraten Samstag. Da wird sich Ihr Team am Polterabend wohl mit einem Sieg einstellen. . .
RADISCHNIG: Ich hoffe es! In den ersten zwei Runden müssen vier Punkte her, damit der Druck abfällt. INTERVIEW: ALOIS LEITENBAUER
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