Der Albtraum von New York
Ohne Gepäck und Rad wartete Roman Führer auf den Ironman.
TRIATHLON. Alles war perfekt geplant für Tag X. Roman Führer hatte hunderte Stunden Training absolviert, viel Geld für Ausrüstung ausgegeben und seinen Direktflug nach New York wohlweislich bereits im Frühjahr gebucht. Beim dortigen Ironman will sich der 31-jährige Hobby-Triathlet für die WM qualifizieren. Doch es kam anders.
Der Flug am vergangenen Montag wurde kurzfristig von der AUA umgebucht - und das Schlamassel begann. Führer flog über London in die USA, wartete dort aber vergeblich auf sein Gepäck. Auch das wichtigste Utensil, seine sündteure Rennmaschine, tauchte nicht auf.
Seit Montag lebt er nun diesen Albtraum in New York. Seinen Ärger hat der Montanist der Uni Leoben via Facebook bei der AUA abgeladen, aber in Amerika war guter Rat war teuer. Um seinen Start zu retten, schaute sich der Seckauer vom HN-Team als Notlösung bereits um ein "Leihbike" um - als sein Rad am Donnerstag plötzlich am Flughafen auftauchte. Den Rest musste er sich in New York aber teuer ersetzen: Für Neoprenanzug, Helm, Funktionsbekleidung, Laufschuhe, Pulsgurt und diverse Energiegels und Riegel gab er Unmengen aus. "Ich bin gespannt, wie sich das auf seine Psyche auswirkt", sagt Vater Ernst Führer, der von zu Hause aus die Jagd nach den Gepäckstücken koordinierte.
Heute um 7 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ) startet der Ironman. Die letzte Hoffnung: Vielleicht taucht bis dahin sein Koffer doch noch auf. CHRISTOPH HEIGL
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