Olympia bleibt bei Riedl im Hinterkopf
Landesmeistertitel statt Karriere-Aus: Harald Riedl ist wieder motiviert und verfolgt auch Olympia in London.
VIELSEITIGKEIT. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen waren fünf steirische Reiter mit dabei. Heuer in London ist es kein einziger.
Vielseitigkeitsreiter Harald Riedl war 2004 für Österreich am Start. Inzwischen ist der Donnersbacher weit weg von Olympia - mit dem olympischen Gedanken musste er sich bis vor wenigen Wochen aber öfters auseinandersetzen. Er wollte seine Reiterkarriere sogar schon an den Nagel hängen. "Wenn du keine Pferde hast und die Dinge nicht so laufen, ist es besser, wenn du die Lizenz abgibst", sagt der Reitlehrer.
Jetzt hat den 51-Jährigen aber offenbar wieder die Reitlust gepackt. Nach fast einem Jahr Durststrecke holte er in Piber den achten Rang in der Zweisternprüfung und zuletzt in Kornberg den Landesmeistertitel. "Im Reitsport geht es manchmal so schnell. Das lässt sich auch nicht planen", meint Riedl. Sein heißestes Eisen ist die Stute "Oktave", die er Vorjahresstaatsmeisterin Katrin Khoddam Hazrati abgekauft hat. "Mit dem Pferd geht wieder anständig was weiter."
Blick zu Olympia
Die Spiele in London und die Vielseitigkeitsauftritte von Harald Ambros hat Riedl genau verfolgt. "Ich halte ihm die Daumen", sagte er. Ambros war als 71. nach der Dressur in den Geländeritt gegangen. Dort stürzte er mit seinem Pferd O-Felitz und schied damit aus.
Neue Ziele
Ob sich für Riedl noch eine Olympiateilnahme ausgeht, steht in den Sternen. "Im Moment ist das Gefühl perfekt und es kann alles passieren." Am Wochenende steht das Alpenchampionat in Unterbayern auf dem Programm. Hazrati (RC Leoben) sicherte sich in Kornberg im internationalen Dreisternbewerb auf "Landregen" und "Bluegirl" übrigens die Ränge fünf und sechs. MARTIN MANDL
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