Für eine Sensation fehlte auch das Glück
DSV Leoben zeigte drei Wochen vor Meisterschaftsstart eine respektable Leistung im Cup.
FUSSBALL. Das macht Lust auf mehr. Der DSV Leoben verlor gegen Bundesligist Mattersburg in der ersten ÖFB-Cup-Hauptrunde zu Hause zwar 1:3 und schied aus, doch enttäuscht muss die Mannschaft von Trainer Manfred Unger deswegen nicht sein. Im Gegenteil: Man bot beherzten und phasenweise sogar besseren Fußball als die Gäste. "Ich bin zufrieden. Wir haben uns teuer verkauft", meinte Unger nach dem Spiel.
Es hätte einer dieser besonderen Abende werden können. Ausgerechnet Neuzugang und Jungspund Mario Giermair erzielte in der 65. Minute das 1:2 für Leoben und plötzlich stand das Spiel auf der Kippe. Mehrmals hatte es der Bundesligist Torwart Thomas Borenitsch zu verdanken, dass es nicht 2:2 oder sogar 3:2 für die Donawitzer stand. Mit ein wenig Glück hätte die Sensation gelingen können.
Auch die Stimmung auf der Tribüne hätte gepasst, sogar Szenenapplaus hallte von den Rängen des Donawitzer Stadions. Es wäre mehr drinnen gewesen. Da waren sich nicht nur die Fans einig.
Es wäre aber nicht ein in die Zukunft schauender Trainer Unger, wenn er mit allem zufrieden gewesen wäre. "Ich denke, der Respekt war zu groß. Wir hätten von Beginn an so spielen müssen wie nach dem Ausschluss bei Mattersburg."
Dass daran auch die eigene Taktik (eine Sturmspitze) Schuld gewesen sei, lässt er nicht gelten. "Man muss schon darauf achten, wer der Gegner ist. Wir hätten auch ins offene Messer laufen können." Dass man bis zum Ligastart in zweieinhalb Wochen an Details feilen muss, sei ohnehin klar. MARTIN MANDL
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