Auf dem Weg zur neuen Stadt
Jetzt sind bald die Bürger am Zug: In Gai, Hafning, Trofaiach und Vordernberg sollen die Einwohner ihre Ideen und Vorschläge für das Leitbild einbringen.

Foto © APATrofaiach bald das Zentrum der Region?
Unsere Hauptarbeit ist jetzt der Datenvergleich der vier Gemeinden. Wir haben mehr als 40 gemeinsame Arbeitsbereiche. Von der Hundesteuer bis zu den Vereinssubventionen", erklärt Trofaiachs Bürgermeister Mario Abl. Vorrangig gehe es darum, in allen Gemeinden den Ist- und den Sollzustand zu ermitteln. "Es könnte sein, dass wir auf Verwaltungsebene im Sommer alles abschließen können", so Abl. Jetzt gehe es um Bürgerinformation und -beteiligung. "Im Juli gibt es die erste gemeinsame Gemeindezeitung, und es startet nächste Woche der Leitbildprozess, zu dem alle Interessierten eingeladen werden, mitzuarbeiten. Die gesammelten Ideen werden in Gruppen von allen vier Gemeinden zusammengeführt, um einen gemeinsamen Weg für die Zukunft zu planen", erklärt Abl. Mit den Ergebnissen soll eine große Befragung für alle Haushalte durchgeführt werden.
"Wir sind auf einem guten Weg", so Gais Bürgermeister Bernhard Zechner. Obwohl Gai später zu den drei Gemeinden gestoßen sei, hätten die Beamten Höchstleistungen erbracht und binnen drei Wochen alles abgearbeitet, um auf dem gleichen Stand zu sein. "Anfang Juli wird es eine Bürgerversammlung geben, in der es auch bei uns um das Leitbild gehen wird und die Bürger Informationen und Antworten bekommen", so Zechner.
Auch in Hafning wird mit Hochdruck gearbeitet: "Es gibt viele Daten, die verglichen werden müssen, um Lösungen herauszuarbeiten, die auch der Gemeindeordnung entsprechen", so Bürgermeister Alfred Lackner. Die Unterschriftenaktion von FP-Gemeinderat Fritz Hubmann, mit der er eine Volksbefragung erreichen möchte, nennt Lackner legitim. "Ich finde eine Bürgerbefragung erst dann sinnvoll, wenn wir alles auf dem Tisch und alle den gleichen Infostand haben."
Alles sei auf Schiene, so Walter Hubner, Bürgermeister von Vordernberg. "Eine Herausforderung wird der Bereich Gebühren, weil es gibt sehr unterschiedliche Modelle und Voraussetzungen. Sehr weit gediehen sind die Gespräche in Sachen Sozialleistungen, Umweltförderungen und Wirtschaftshöfe", so Hubner.















