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Zuletzt aktualisiert: 05.05.2012 um 20:18 UhrKommentare

Rotes Kreuz wünscht sich mehr Jugend

Rotes Kreuz zog für den Rettungsbezirk Leoben Bilanz. Der Mitarbeiterstand ist stabil, aber die Verantwortlichen würden sich dennoch etwas mehr Nachwuchs wünschen.

Der Mitarbeiterstand des Roten Kreuzes im Rettungsbezirk Leoben ist mit 17 Hauptberuflichen und mehr als 400 Ehrenamtlichen erfreulicherweise gleich geblieben, was nicht heißt, dass er ausreichend ist",erklärt Rot Kreuz-Bezirksgeschäftsführer Josef Himsl. Das Rote Kreuz sei zwar im Jugendbereich noch recht gut aufgestellt, aber: "In St. Michael und im Liesingtal könnten wir auf jeden Fall mehr junge Leute brauchen", so Himsl. Interessierte Jugendliche ab zwölf Jahren können sich via E-Mail an leoben@st.roteskreuz.at näher über eine Tätigkeit beim Roten Kreuz informieren.

Eine schlagkräftige Rotkreuz-Jugendgruppe sei auch deswegen wichtig, um beim Landesjugendwettbewerb aufzeigen zu können, der am 23. Juni am Leobener Hauptplatz ausgetragen wird. "In etwa erwarten wir 600 Teilnehmer, die sich der Prüfung unterziehen", erzählt Himsl. Derzeit hat das Rote Kreuz Leoben 14 Zivildiener: "Ab Ende Juni werden wir für drei Monate bis zum Einrückungstermin im Oktober allerdings nur sieben haben. Das bedeutet einen gewaltigen Engpass", so Himsl. Und Franz Valland, Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter, ergänzt: "Der Wegfall des Zivildienstes mit dem Fall der allgemeinen Wehrpflicht wäre für uns ein Horrorszenario. Ohne Zivildiener wäre der Dienstbetrieb nicht aufrechtzuerhalten."

Professionelle Leistung

Hervorzuheben sei die professionelle Leistung der Mitarbeiter, betont Valland: "Es spielen sich tagtäglich Dramen ab, fernab der Öffentlichkeit, die die Mitarbeiter extrem fordern und die sie hervorragend meistern. Sie müssen nicht nur Erste Hilfe, sondern auch moralischen Beistand leisten", führt Valland aus. Mehr als 27.000 Menschen wurden 2011 betreut, knapp 29.000 Ausfahrten absolviert: "Alleine die Notärzte rückten 1200 Mal von Leoben und Kalwang aus. Das bedeutet etwa drei Ausfahrten pro Tag", so Himsl. Leoben war 2011 der einzige steirische Rettungsbezirk, wo es eine Zunahme an Blutspenden gegeben habe - 2040 Blutkonserven wurden abgenommen. Bei den Gesundheits- und Sozialdiensten wie Alten- und Pflegehilfe, Heimhilfe oder Besuchs- und Begleitdiensten sei das Serviceangebot 2011 gleich stark genützt worden. Heuer stehen weitere Investitionen an: "Wir konnten 2011 nach dem Neubau des Rettungszentrums beim LKH Leoben und dem Verkauf des alten Gebäudes in der Endresgasse finanziell eine schwarze Null schreiben. Heuer müssen wir zwei neue Rettungsfahrzeuge ankaufen und bei der Dienststelle Carports für die Mitarbeiter errichten", so Valland.

ANDREAS SCHÖBERL

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