Gemeindefusion: "Wir sind uns sehr, sehr einig"
Am Freitag traten die Bürgermeister Bernhard Zechner (Gai), Alfred Lackner (Hafning), Mario Abl (Trofaiach) und Walter Hubner (Vordernberg) das erste Mal gemeinsam auf.

Foto © ANDREA WALENTA Erster gemeinsamer Auftritt der vier Bürgermeister: Walter Hubner, Mario Abl, Alfred Lackner und Bernhard Zechner
Vier Bürgermeister. Ein Ziel. Und dieses Ziel lautet: Nägel mit Köpfen zu machen. Im Sinne der Gemeindestrukturreform, aber vor allem im Sinne der Bürger. Und die steiermarkweite Modellregion, als die sie bezeichnet wird, ist mit ihren Arbeiten schon sehr weit gediehen. "Es hat intensive Abstimmungsgespräche gegeben und in den wesentlichen Punkten sind wir uns sehr, sehr einig", erklärt Abl.
Mittlerweile gibt es fünf Arbeitsgruppen mit Experten des Landes, die ihre Arbeit aufnehmen: Verwaltung und Organisation, Haushalt und Gebühren, Gesellschaften und Ausgliederungen, Raumplanung sowie Infrastruktur und Gebäudemanagement.
"Die zentrale Verwaltung ist im Rathaus in Trofaiach geplant", erklärt Abl. Es wird aber auch dezentrale Bürgerservicestellen in Gai, Hafning und Vordernberg geben. Und zwar modernst ausgestattete in den bisherigen Gemeindeämtern, wie die Bürgermeister betonen. Die Bürger können ihre Angelegenheiten wie bisher abwickeln. Geplant ist auch ein gemeinsamer zentraler Bauhof, der in Hafning sein wird. Allerdings wird es eine spezielle Wintereinsatzstelle in Vordernberg geben.
Verkehrskonzept
Auch in Sachen öffentlicher Verkehr haben sich die vier Bürgermeister bereits Zukunftsweisendes überlegt. Der Citybus, der bisher nur im Stadtgebiet von Trofaiach verkehrt, soll auch auf die anderen Gemeinden ausgeweitet werden. "Wir planen ein mikroregionales Verkehrskonzept", so Abl.
Für die Bevölkerung wird auch ein neues, gemeinsames Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Dabei geht es vor allem um eine breite Zusammenarbeit mit allen Feuerwehren. Dazu wird es Gespräche mit allen Feuerwehrverantwortlichen geben. Im Bereich Kinderbetreuung und Bildung soll das Angebot verbessert und ausgebaut werden, und ab Juli dieses Jahres wird es eine gemeinsame Gemeindezeitung geben. Man habe bereits mit Mitarbeitern der Gemeinden Gespräche geführt, und es gibt eine Arbeitsplatzgarantie für die Mitarbeiter. "Es geht gar nicht ohne. Wir werden sogar noch Verstärkung brauchen", meint Abl.
Was den künftigen Namen der neuen Stadt betrifft, wird nun ein Namensfindungsprozess eingeleitet, in den die Bürger mit einbezogen werden sollen. "Wir werden mit Fachleuten aus dem Landesarchiv in Kontakt treten, um zu schauen, wo es einen historischen gemeinsamen Bezug gibt", erklärt Hubner. Was die Straßennamen betrifft, sind keine großen Änderungen notwendig, da es bis auf die zwei Hauptplätze in Vordernberg und Trofaiach sowie der Hauptstraße keine Namensgleichheiten gibt. "Die Katastralgemeinden bleiben erhalten", betont Lackner.
Sollte sich St. Peter-Freienstein noch für eine Fusion mit Trofaiach entscheiden, sei das nach der Bürgerbefragung im Juli noch möglich. "Die Entscheidung liegt bei St. Peter", so Zechner.















