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Zuletzt aktualisiert: 11.04.2012 um 20:33 UhrKommentare

Gemeindefusionen: Wohin zieht es St. Peter?

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag wird in St. Peter-Freienstein das Thema Gemeindefusion debattiert werden. Entscheidung wird schwierig.

Foto © WIESER | Sujetbild

Heiße Diskussionen sind für die Sitzung des Gemeinderates in St. Peter-Freienstein vorprogrammiert. Es geht nämlich um einen Grundsatzbeschluss, mit Leoben in Gespräche für eine mögliche Gemeindefusion einzutreten.

Und die Meinungen im St. Peterer Gemeinderat sind nach wie vor geteilt: "Ich weiß nicht, ob wir diesen Grundsatzbeschluss durchbringen. Selbst in der SP-Fraktion gibt es Stimmen, die für Trofaiach sind", meint SP-Bürgermeisterin Anita Weinkogl. Die Mandatare der ÖVP würden sich eher heraushalten: "Wir sind gewählt vom Volk, wir müssen eine Entscheidung treffen", so Weinkogl. Und schließlich gehe es bei dem Grundsatzbeschluss nur darum, Gespräche mit Leoben zu beginnen, um den Bürgern einmal fundierte Informationen zukommen zu lassen, wie sich eine Fusion ausnehmen könne. "Wir wollen, dass das Ganze nicht stehen bleibt und sich weiter bewegt. Und ich muss zuerst verhandeln, um der Bevölkerung dann mit näherer Information dienen zu können." Bekanntlich hat das Land Steiermark klar bekundet, dass es eine Orientierung St. Peters nach Leoben bevorzugen würde.

Ängste und Sorgen

Ein weiterer Faktor, der ins Spiel gekommen ist: Arnold Kozel und Andreas Jocher initiierten eine Unterschriftenaktion, die eine Orientierung St. Peters nach Trofaiach unterstützt (wir berichteten). "Ich gehe davon aus, dass wir diese Liste in der Gemeinderatssitzung überreicht bekommen. Es ist das Recht der Bürger, ihre Ängste und Sorgen kundzutun und wir werden das auf jeden Fall ernst nehmen", so Weinkogl.

Bekanntlich gibt es nicht nur in St. Peter-Freienstein Tendenzen für eine Fusion mit Trofaiach. Auch in der Gemeinde Gai hat es eine Unterschriftenaktion "pro Trofaiach" gegeben (wir berichteten). Bürgermeister Mario Abl meint dazu gestern: "Wenn sich eine Gemeinde entschließt, sich Trofaiach, Hafning und Vordernberg anschließen zu wollen, dann kann sie sich einklinken." Trofaiach, Hafning und Vordernberg wollen und müssen ihre Sache, die "Neue Stadt im Vordernbergertal", auf jeden Fall weiter vorantreiben.

Auf Einladung von Gais Bürgermeister Bernhard Zechner habe man vorgestern den Mitgliedern des Gaier Gemeinderates die Idee der neuen Stadt im Vordernbergertal präsentiert. "Der Weg steht frei", so Abl.

ANDREA WALENTA, ANDREAS SCHÖBERL

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