"Die Volksmusik lebt wie noch nie"
Mit dem ersten Harmonika Award 2012 sollen verdiente Harmonikaspieler, Volksmusikgruppen und Musikpädagogen ausgezeichnet werden.

Foto © SchöberlGottfried Hubmann aus St. Peter-Freienstein ist Fachvorstand des Harmonika Verbands Österreich und Musikschullehrer
Gottfried Hubmann aus St. Peter-Freienstein und Johann Murg, beide langjährige Harmonikasolisten und Musikschullehrer, haben gemeinsam eine Idee geboren. "Wir sind bei einem Glaserl Wein zusammengesessen und haben uns überlegt, wie wir erfolgreiche Harmonikaspieler, Volksmusikgruppen und Harmonikapädagogen besonders würdigen könnten. Sozusagen als Motivation, den Nachwuchs noch mehr Ansporn zu geben, die Volksmusik zu pflegen", so Hubmann.
Aus diesen Überlegungen entstand nun der erste Harmonika Award, der 2012 das erste Mal übergeben wird. "Einen solchen Preis gibt es bisher weder in Österreich, Deutschland oder in der Schweiz. Deshalb haben wir uns diesen Award auch sofort schützen lassen", erklärt Hubmann.
Treffen
Der Preis soll im Zweijahresrhythmus vom Harmonikaverband Österreich (HVÖ) und der Volkskultur Steiermark an verdiente Personen übergeben werden. "Und zwar bei einem ORF-Sänger- und Musikantentreffen oder bei einem anerkannten Volksmusikwettbewerb", so Hubmann. Der erste Award 2012 wird beim Sänger- und Musikantentreffen am 3. November in St. Peter-Freienstein überreicht. Finanziert wird dieses Vorhaben durch eine Förderung des Landes Steiermark, aber auch durch private Sponsoren.
Die Awards sind für Jugendliche und Erwachsene gedacht, die verschiedene Kriterien zu erfüllen haben (siehe Infokasten). Außerdem ist ein Ehrenpreis fürs Lebenswerk vorgesehen. "Ein Gremium entscheidet, wer für den Award nominiert wird", erklärt Hubmann. Dieses besteht aus Johann Murg, Helmut Koini, Siegfried Greimler und Gottfried Hubmann. Dem Gremium stehen Fachbeiräte aus allen Regionen der Steiermark zur Seite, die beratende Funktion haben und Vorschläge einbringen.
Die Harmonika erfreut sich seit längerer Zeit großer Beliebtheit. "Die Tendenz ist weiter steigend, und die Volksmusik lebt wie noch nie", ist Hubmann überzeugt, weil: "Die Leute sitzen gerne zusammen, und mit der Harmonika kann man alleine unterhalten, denn in ihr sind Melodie, Begleitung und Bass verpackt. Es wird ohne Verstärker, also unplugged gespielt. Das schätzen die Menschen sehr", ist Hubmann überzeugt. Es gebe auch viele ältere Menschen, die in der Pension dieses Instrument erlernen.
Für den Award wird österreichweit ein künstlerischer Wettbewerb für die Gestaltung der Trophäe in Harmonikaform ausgeschrieben. "Künstler, Bildhauer oder Grafikdesigner sind angesprochen, ihre Entwürfe einzureichen. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert", erklärt Hubmann. Einsendeschluss für die Entwürfe ist der 30. April 2012. Kontakt: gottfried.hubmann@harmonikaverband.at
Features
FAKTEN
Kriterien für den Jugendpreis: Außergewöhnliche Leistungen am Instrument. Volksmusikpflege und kulturelle Tätigkeiten im Dorfleben oder in seiner Region. Eine musikalische Ausbildung an einer Musikschule, Konservatorium oder Universität. Aktives Musizieren.
Für Erwachsene: Pädagogische Tätigkeiten, Auszeichnungen, die man sich als Lehrer erworben hat. Lebenslauf und Biografie, außergewöhnliche Leistungen, die man selbst auf der steirischen Harmonika getätigt hat. Der Preis soll aber nicht unter dem 50. Lebensjahr vergeben werden.














