Kräuter: Murkraftwerk wäre "absoluter Tabubruch"
Für Aufregung sorgt ein geplantes Kraftwerksprojekt an der oberen Mur im Bezirk Leoben. Das Kraftwerk würde mitten in einem Natura 2000-Schutzgebiet liegen. Dagegen protestiert nun SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter.

Foto © APASPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter protestiert in seiner Funktion als Präsident der Arbeiterfischereiverbände gegen einen geplanten Kraftwerksbau in einem Natura-2000-Schutzgebiet an der oberen Mur. Wie Kräuter am Samstag erklärte, stelle das Projekt einen "absoluten Tabubruch und eine akute Gefährdung der zentralen Ziele der Umweltpolitik" dar. Er kündigte eine schriftliche parlamentarische Anfrage an.
"Ein Kraftwerk mitten in einem Natura 2000-Schutzgebiet wäre eine Bankrotterklärung aller ökologischen Schutzmaßnahmen gegen die hemmungslose Zerstörung letzter Naturrefugien", so Kräuter in einer Aussendung des Parteipressedienstes. Das Projekt in St. Michael wurde erst dieser Tage öffentlich bekannt, obwohl das Wasserrechtsverfahren bereits ausgeschrieben und die Verhandlung für den 12. Dezember ausgeschrieben sei: "Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist bezeichnenderweise erst gar nicht vorgesehen". Am Freitag hatten die Grünen angekündigt, den steirischen Landtag mit dem Vorhaben zu befassen. Massiver Protest kam vom Naturschutzbund.
Konsenswerber für das Laufkraftwerk mit einer Leistung von 9,2 MW ist die ENWA GmbH & Co KG mit den Gesellschaftern Envesta Energie- und Dienstleistungs GmbH des Stifts Admont, Comunia Diözese Graz-Seckau, Stadtwerke Judenburg sowie Energie Steiermark.














