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Zuletzt aktualisiert: 26.02.2010 um 22:12 UhrKommentare

Thailands Gegensätze faszinierten

Nicole Wittmayer, Carina Pusch, Robert Scharf und Stephan Wagner, Schüler des BG/BRG Leoben Neu, absolvierten einen Austausch in Thailand. Mit jeder Menge toller Eindrücke im Gepäck sind sie nun zurück.

Tauchausflug:Mit den Pickup in Freizeitvergnügen

Foto © PrivatTauchausflug:Mit den Pickup in Freizeitvergnügen

Jeder lächelt. Die Leute in Thailand sind alle freundlich und nicht so angefressen wie viele Österreicher", meinen Nicole Wittmayer, Carina Pusch und Robert Scharf wie aus einem Mund. Die Leobener Jugendlichen sind von einem Schüleraustausch in der thailändischen Königsresidenz Hua Hin zurückgekehrt (siehe Infokasten).

In einer Privatschule besuchten die Schüler des BG/BRG Leoben Neu den regulären Unterricht: "In der Früh stellen sich die Schüler zur Flaggenparade am Schulhof auf, die Nationalhymne wird gesungen und der Direktor der Schule hält eine Ansprache", erzählen die Leobener. Durch die Bank seien die Schüler Kinder von Thais und hauptsächlich Engländern. Auch der Direktor stammt aus Großbritannien. Der Stoff, der durchgenommen wird, sei sehr ähnlich. Auch der Ablauf des Schultages: "Die Lehrer sind an dieser Schule aber alle sehr jung, zwischen 20 und 30 Jahren."

Gewöhnungsbedürftig

Gewöhnungsbedürftig sei das Tragen der Schuluniform gewesen, aber: "Das hat mir gar nicht so schlecht gefallen. Man braucht in der Früh nicht mehr überlegen, was man anziehen möchte", feixt Wittmayer. Die Klassen seien mit maximal zehn Schülern klein gewesen: "Das ist aber nur in der Privatschule so. Wir haben auch eine öffentliche Schule besucht, da sieht es natürlich ganz anders aus." Gewöhnungsbedürftig sei auch das Thai-Food gewesen: "Es ist wirklich extrem scharf. Vor allem sieht man bei manchen Speisen nicht auf den ersten Blick, wie scharf sie sind", erzählt Scharf. Sehr billig sei das Essen gewesen: "Wenig Fleisch und viel Gemüse. Und eine Menge Meeresfrüchte und exotische Früchte ohne Ende."

Zwischen Arm und Reich gebe es in Thailand keine fließenden Grenzen: "Es liegt alles knapp nebeneinander. Mitten in einem Slum steht zum Beispiel eine prunkvolle Tempelanlage mit Unmengen an goldenen Verzierungen." Die Leobener Schüler waren freilich in ihren beiden Gastfamilien bestens aufgehoben und haben eher die Butterseite Thailands sehen können: "Die Häuser, in denen wir gewohnt haben, waren der pure Luxus. Die Eltern waren aus Hong Kong und England", erzählen die Schüler, die betonen, wie freundlich sie aufgenommen worden seien. Ausflüge - etwa in einen Nationalpark, zum Thaibox-Training oder zu einer Insel zum Schnorcheln bildeten einen perfekten Ausgleich zum schulischen Alltag: "Das Meer ist türkisgrün, der Sand weiß, wunderschön. Aber trotzdem ist am Strand Vieles anders. Die Thailänder wollen nicht braun werden. In den Geschäften gibt es statt Bräunungscreme Whitening Creme. Manche Thailänder gehen aus religiösen Gründen angezogen ins Wasser." Ein ganz spezieller Höhepunkt sei das ausgelassene Chinesische Neujahrsfest gewesen, das dieses Jahr auf den selben Tag wie Valentinstag gefallen ist: "Das passiert ganz, ganz selten."

Albert Ecker, Kunsterzieher am BG/BRG Leoben Neu, hat die Reise eingefädelt. Seine Tochter Laura war als Begleiterin mit dabei. Beide stellten während des Aufenthalts Kunstwerke aus.

ANDREAS SCHÖBERL

Eckdaten zum Schüleraustausch

Zwei Mädchen und zwei Burschen der 7a-Klasse vom BG/BRG Leoben Neu nahmen an einem zweieinhalbwöchigen Schüleraustausch im thailändischen Hua Hin teil.

Und zwar: Nicole Wittmayer, Carina Pusch, Robert Scharf und Stephan Wagner.

Kunsterzieher Albert Ecker legte den Kontakt über die Unesco.

Hua Hin hat etwa 41.000 Einwohner und ist die Residenz von König Bhumipol und Königin Sirikit.

Die beiden Leobener Schülerinnen wohnten gemeinsam in einer Gastfamilie, die beiden Burschen gemeinsam in einer anderen.

Sie besuchten den regulären Unterricht an der Somtawin Witead Suksa School, einer exklusiven Privatschule.

Nach ihrem Aufenthalt in Hua Hin besuchten die Schüler Bangkok.

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