Neue Energie in einem neuen Masterstudium an der Montanuni
Industrielle Energietechnik heißt ein neues, fächerübergreifendes Masterstudium, das ab dem kommenden Herbstsemester an der Montanuniversität Leoben angeboten wird.

Foto © Schöberl
Ab dem Herbstsemester 2009/2010 wird an der Montanuniversität ein neues Masterstudium angeboten, das unter dem Titel "Industrielle Energietechnik" laufen wird (siehe Infokasten). "Die Themenbereiche reichen von der generellen Energieversorgung in der Industrie unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit bis zur Erschließung und Bereitstellung erneuerbarer und alternativer Energie", erklärt Harald Raupenstrauch, Professor für Thermoprozesstechnik, der den Studiengang betreuen wird. Entwicklung und Nutzbarmachung innovativer Energietechnologien spielen in dem fächerübergreifenden Masterstudium eine tragende Rolle.
Interesse der Industrie
Seitens der heimischen Industrie gebe es bereits großes Interesse an der Einrichtung eines derartigen Masterstudiums, so Günther Kolb, Direktor der Voestalpine Stahl Donawitz und Mitglied des Uni-Rates der Montanuniversität: "Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind für Absolventen auf jeden Fall gut. Wir haben auf dieses Studium wirklich gewartet, da die effiziente Nutzung von Energieressourcen in Zukunft eine entscheidende Rolle in der Schwerindustrie spielen wird", hebt Kolb hervor. Energie werde "das" Thema in der Zukunft werden, mit dem man sich intensiv beschäftigen werden müsse. In die selbe Kerbe schlug auch Wolfgang Jilek, Energiebeauftragter des Landes: "Dieses neue Studium beinhaltet vor allem auch einen größeren Praxisbezug als viele andere Studien an österreichischen Universitäten. Und ich beglückwünsche jeden künftigen Absolventen. Sie werden mit Sicherheit leicht einen Job finden", so Jilek.
Vizerektor Hubert Biedermann hebt die Vernetzung bestehender Fachrichtungen hervor: "Wir beginnen mit dem neuen Masterstudium nicht bei Null, sondern starten aus einer Position der Stärke heraus." Und Hannes Androsch, Vorsitzender des Uni-Rates der Montanuni, betont die Notwendigkeit, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Forschung und Bildung zu investieren: "Die Energieversorgung ist aus mehreren Gründen ein zentrales Thema. Erstens sind die Ressourcen fossiler Brennstoffe begrenzt. Und zweitens ist die Umwelt zunehmend be- und überlastet." Effiziente Energiegewinnung und Energieversorgung sei für den Wohlstand der Menschheit ein Angelpunkt, so Androsch.
Features
Kommentar
Fakten
Die Zulassung zum Masterstudium "Industrielle Energietechnik" setzt idealerweise den Abschluss eines technischen Bachelor-Studiums voraus.
Zum Beispiel Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Metallurgie oder Elektrotechnik.
Pflichtfächer dieses fachübergreifenden Masterstudiums sind: Energiebereitstellung, Energienutzung, Energieverfahrenstechnik und Energiemanagement.
Dazu kommen noch einige Wahlfächer.
Ein Praktikum in der Industrie von acht Wochen muss absolviert werden.
Eine Projektarbeit und eine Masterarbeit runden das Studium ab.
Harald Raupenstrauch, Professor für Thermoprozesstechnik, ist der Studiengangsbeauftragte.














