SP-Genossen freunden sich mit Reform an
Die Skepsis über den von Landeshauptmann Franz Voves in Gang gebrachten Reformkurs scheint in der SPÖ endgültig überwunden zu sein. Diesen Eindruck hatten Teilnehmer einer großen SPÖ-Funktionärsversammlung in Hengsberg bei Wildon, zu welcher Voves nach seinem Auftritt im Bundesrat in Wien angereist war.

Foto © KK Lebhafte Diskussionen über den Reformkurs in der Partei: Landeshauptmann Voves
Baugewerkschafter Josef Muchitsch etwa findet, die Stimmung an der Basis und in Funktionärskreisen sei seit Herbst "in Richtung Reformbereitschaft gekippt". Auch Anton Vukan, der Landesgeschäftsführer, sieht einen "Umschwung". Den belege eine Mitgliederbefragung, in der "überwältigende" 91 Prozent den Reformkurs unterstützten. Martin Weber, Bürgermeister von Tieschen, meint sogar, die Genossen seien zunehmend "stolz darauf", dass die Politik endlich das Notwendige anpacke.
Teilnehmern fiel auf, dass jene, die ihre Position - etwa als Mandatar - gefährdet sehen, und die bereits wiederholt offen ihre Kritik geäußert hatten, in Gegenwart von Voves stumm geblieben seien. Peter Sunko, Bürgermeister von Wagna und Gegner von "blinden" Gemeindefusionen, will bei den Funktionären gar Resignation verspürt haben, weil Voves ohnehin nicht von seinem Kurs abzubringen sei.
Für Sunko war auch eine gewisse Sorge der Parteispitze spürbar. Am 10. März wird die SPÖ-Basis auf einem Landesparteitag in Bruck auch über den Reformkurs befinden, den Voves mit ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer durchgesetzt hat. Manche Genossen vermissen vor lauter Reformen die gewohnten Attacken auf den politischen Gegner.








