Judoka erobern Leibnitz
Dieses Wochenende mutiert die Wein- zur Judo-Stadt. Im Rahmen eines Turniers sind rund 900 Vertreter aus 29 Nationen in der Region zu Gast.
In der Szene gilt Leibnitz schon lange als Judo-Hochburg. Derzeit wird die südsteirische Bezirksstadt diesem Ruf auch nach außen hin gerecht. Seit gestern sind nämlich rund 900 Athleten und Betreuer aus 29 europäischen Nationen in der Weinstadt zu Gast. Grund ist ein europäisches Unter-20-Turnier für Damen und Herren heute und morgen in der Sporthalle. Knapp die Hälfte der Teilnehmer bleibt noch bis Mittwoch in der Stadt, um an einem Trainingslager teilzunehmen (siehe Infokasten).
Ein Ausblick, der nicht nur Judo-Fans, sondern auch heimische Touristiker und Zimmervermieter mit der Zunge schnalzen lässt. Laut Organisator Norbert Wiesner - selbst einer der erfolgreichsten Leibnitzer Judoka und mittlerweile Trainer bei der Judo-Union Leibnitz - sorgt das Turnier für rund 3000 Nächtigungen an diesem Wochenende. "Die Teilnehmer sind über den ganzen Bezirk, von Wildon bis St. Johann im Saggautal, verstreut. In Summe gehen wir von einer Wertschöpfung im Bereich von 150.000 Euro aus", rechnet Wiesner vor.
Eigenregie
Diese Summe muss freilich hart erarbeitet werden. "Die Logistik ist ein Wahnsinn. Wir arbeiten zwar gut mit den Tourismusverbänden zusammen, es gibt aber leider keinen Gesamtkoordinator", erledigen Wiesner und sein Team deshalb viel in Eigenregie.
Zeit zum Verschnaufen bleibt ihnen nach dem Turnier nicht: Mitte November steht mit der Veteranen-Europameisterschaft die nächste Großveranstaltung in Leibnitz am Programm. "Wir erwarten wieder um die 1000 Leute. Darunter die Präsidenten des Welt- und Europaverbandes", freut sich Wiesner. Seite 69
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FAKTEN
Austragungsort ist die Sporthalle in der Eduard-Staudinger-Hauptschule Leibnitz.
Gekämpft wird heute und morgen, jeweils ab 10 Uhr in verschiedenen Gewichtsklassen auf vier Matten.









