Minus zehn Prozent bei Spitalsbauten

Foto © BÜRO GIESELBRECHT Die neue Zahnklinik wurde abgespeckt und wird gebaut
Keine weitere Schließung, keine großen Verzögerungen oder gar Absagen von Bauprojekten: Soweit konnte Spitalslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (VP) beruhigen. Andererseits: Der 2011 ausgerufene Reformkurs wird strikt fortgesetzt. Trotz "Hysterie und Hetzkampagnen in Regionen", wird das Land in Wagna, Voitsberg etc. wie beschlossen sparen.
Freilich: 2013 und 2014 steigen die Ausgaben im Gesundheitsbereich weiter, von heuer knapp 595 Millionen auf 669 Millionen Euro (2014). Von einer Kostenexplosion, wie sie 2010 noch zu befürchten war, ist aber keine Rede mehr. Ein Grund: "Wir haben bei allen Projekten im Schnitt zehn Prozent eingespart", verweist Edlinger-Ploder etwa auf die neue Zahnklinik in Graz. Dort fallen - nach Rechnungshofkritik - gut sechs Millionen Euro weniger Kosten an. Gut für die Spitalsgesellschaft Kages: Bei den Investitionen liegt man mit rund 125 Millionen Euro im Jahr im Plan. Die Abgänge beziffert das Land nächstes Jahr mit 424 Millionen Euro, im Folgejahr sind es "nur" um 28 Millionen mehr. Um das zu erreichen, wird das Management die "Anspannung" (freie Stellen werden nicht nachbesetzt etc.) verschärfen müssen.
Sorgen bereitet die Spitalsanleihe (1,2 Milliarden Euro): Sie wird nicht zeitplangemäß abgestottert, sondern wahrscheinlich von der, obwohl eigens dafür gegründeten Immobiliengesellschaft, ans Land übergehen. Das hat bessere Konditionen, kritisiert auch Edlinger-Ploder. Die FPÖ spricht von Millionenschaden.









