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Zuletzt aktualisiert: 23.01.2010 um 19:49 UhrKommentare

Müttercafe mit integrativem Hintergrund

Ein lebhafter Erfahrungsaustausch stand beim "2. Interkulturellen Müttercafe" in Wagna auf dem Programm. Fortsetzung soll folgen.

Im Eltern-Kind-Zentrum in Wagna steht an diesem Nachmittag ein "Interkulturelles Müttercafe" auf dem Programm. Mütter aus der Region, aus Tschetschenien und Albanien sitzen diesmal gemeinsam am Tisch. Um sich kennen zu lernen, sich auszutauschen, um zu informieren. "Uns geht es um Integration. Wir wollen Migrantinnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wir zeigen ihnen, dass uns ihre Probleme und Anliegen interessieren. Und wir zeigen Lösungen auf, indem wir unsere Angebote bekannt machen", schildert Anita Adamiczek von "Mia - Mütter in Aktion".

Gemeinsam mit dem Österreichischen Integrationsfonds, der Gemeinde Wagna, dem Eltern-Kind-Zentrum Süd und der Frauenberatungsstelle "Freiraum" wird zum Interkulturellen Müttercafe geladen. Wo rasch klar wird, dass Mütter - egal welcher Herkunft sie sind - sehr oft dieselben Dinge bewegen. "Alltagsthemen wie Mobilität, Gesundheit oder Schule bewegen jede Mutter", so Adamiczek. Rasch wird aber auch klar, dass die sprachliche Barriere für Migrantinnen sehr oft ein Hemmschuh ist. Nur nicht an diesem Nachmittag, weil die Gemeinde Wagna die Kosten für eine Dolmetscherin übernommen hat. Andrea Schober vom Integrationsfonds schildert: "Der Spracherwerb ist ständig Thema, die punktuelle Zusatzförderung von Kindern mit Migrationshindergrund wäre so wichtig. Für Integration muss etwas getan werden." Die Frauen, die an diesem Nachmittag an einem Tisch sitzen, wissen das - ob Einheimische oder Migrantin.

Referentin ist diesmal Eva Surma von der Frauenberatungsstelle "Freiraum". Surma ist stolz, dass in der Beratungsstelle Frauen Rat und Hilfe suchen, egal woher sie stammen. Und nicht selten ähneln sich Probleme. Surma: "Wir versuchen in jeder Lebenslage zu helfen, bieten Lebens-und Sozialberatung an, psychotherapeutische und juristische Betreuung und Alltagsmanagement." Auch ein Projekt für Zuwanderinnen wird im "Freiraum" mit Erfolg umgesetzt.

Das Interesse der Frauen ist groß. Auch konkrete Fragen der Migrantinnen etwa betreffend die Schulpflicht können beantwortet werden. Der Nachmittag hat seinen Zweck erfüllt . . .

BETTINA KUZMICKI

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