Meilenstein medizinischer Versorgung
Die am Donnerstag offiziell eröffnete Dialysestation im LKH Wagna verbessert die Lebensqualität der Südsteirer und verkürzt Patienten die Anfahrt.
Viel Arbeit sei dahinter gestanden, bis nach dreimonatiger Bauzeit am 20. April der Betrieb in der Dialysestation aufgenommen werden konnte, betonte Primarius Herwig Koter, ärtzlicher Leiter des LKH Wagna, bei der Feierstunde zur offiziellen Eröffnung der 550.000 Euro-Investition. In Kooperation mit der Uni-Klinik Graz und Vorstand Herwig Holzer, der die Oberhand über die Dialyseeinheit in Wagna hat, werden die Oberärzte des LKH Wagna fachlich für die Anwendung einer kontinuierlichen Nierenersatztherapie ausgebildet.
Modernste Geräte. "In einem ersten Schritt wurden hier vier mit modernsten Geräten ausgestattete Dialyseplätze geschaffen", hob KAGes-Vorstandsvorsitzender Ernst Fartek in seinem Baubericht hervor. Die Dialyseeinheit ist über die Eingangshalle erreichbar und mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet, die den mehrstündigen Aufenthalt für Patienten so angenehm wie möglich machen.
Erst die Zusammenarbeit zwischen Wagna und Graz ermögliche es, dezentral eine hohe Fachkompetenz in Sachen Nierenersatztherapie anzubieten, so KAGes-Vorstand Werner Leodolter.
Die zehnte steirische Dialysestation biete, so Vorstand Holzer, vorerst sieben Patienten Montag, Mittwoch und Freitag eine künstliche Blutwäsche, die schädliche Stoffe aus dem Körper von Patienten mit Nierenfunktionseinschränkungen filtert. Südsteirische Patienten können nun in Wagna versorgt werden und müssen nicht länger den Anreiseweg nach Graz auf sich nehmen. Das erspart dem Einzelnen sechs Stunden pro Woche an reiner Fahrzeit zur Dialyse.
In den nächsten drei Jahren ist der Ausbau des Provisoriums zu einer Station mit zehn Betten für 16 Patienten geplant.







