Wer hier nicht lacht, ist selber schuld
Die Faschings- sitzungen der Gilde Straß zählen seit zwölf Jahren zu den Höhepunkten des närrischen Treibens in der Südsteiermark. Einer der Stars ist Franjo, der bauernschlaue "EU-Peulizist".
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Hat "Samma wieda guat" für Sie eine tiefere Bedeutung? Wenn nicht, waren Sie wahrscheinlich noch nie bei einer Faschingssitzung der Faschingsgilde Straß. Sonst wüssten Sie, dass kaum einer der Akteure die Bühne verlässt, ohne vorher ein kräftiges "Samma wieda guat" in das Publikum gerufen zu haben. Quasi das "Lei-Lei" der südsteirischen Faschingsgilde, die heuer zum zwölften Mal Faschingssitzungen abhält. Morgen, Freitag und Samstag gibt es die letzten Vorstellungen für dieses Jahr - beide sind bereits restlos ausverkauft.
"Die Faschingsgilde ist Teil unserer Marktmusikkapelle. Kapellmeister Werner Scheucher war so etwas wie der geistige Vater", erinnert sich Präsident Franz Tscherner an die Anfänge des närrischen Treibens. Unter seinem Vorgänger, Heinz Neubauer, wurde die Straßer Faschingsgilde (SFG) 1999 ins Leben gerufen. Ihre originell-lustigen Sitzungen sind mittlerweile einer der Höhepunkte im südsteirischen Fasching.
Exportschlager Franjo
Seit letztem Jahr ist der Straßer Faschingsgruß "Samma wieda guat" nicht nur in der Region, sondern in ganz Österreich ein Begriff. Verantwortlich dafür ist der Vogauer Franz Roschker, der als "Franjo, der EU-Peulizist" in der ORF-Sendung "Narrisch Guat" zu sehen war. Als bauernschlauer Austauschpolizist aus Slowenien schüttelt die Spaßkanone einen Witz nach dem anderen aus dem Ärmel. Mit ein bisschen Glück ist der Exportschlager aus Straß auch in einer der heurigen Ausgaben von "Narrisch Guat" am 19. Februar oder 5. März zu sehen.
Bei der Aufzeichnung in Klagenfurt war er kürzlich jedenfalls mit von der Partie. "Da ist das Lampenfieber vor dem Auftritt natürlich noch größer", schmunzelt Roschker, übrigens auch im echten Leben Polizist in Straß. Da kann es schon einmal vorkommen, dass er bei einer Verkehrskontrolle auf sein Alter Ego angesprochen wird. "Aber keine Angst, bekanntlich verstehe ich ja ein bisschen Spaß", lacht Roschker.
Franjo ist aber bei weitem nicht das einzige, was die Straßer Faschingsgilde zu bieten hat. Zu den absoluten Publikumsliegen zählen auch die von Irene Scheucher verkörperte Dorftratsche "Wetti" oder Klaus Sturmann, der sein schauspielerisches Talent diesmal als "Schizo" eindrucksvoll unter Beweis stellt. Dass dabei mit Vorliebe auch regionale Politiker durch den Kakao gezogen werden, versteht sich von selbst. Wirklich böse kann den Straßer Narren aber niemand sein. Denn wie heißt's so schön: "Samma wieda guat!"
Features
Fotoserie
FASCHINGSGILDE STRASS
Der Nährboden für die 1999 gegründete Faschingsgilde Straß ist die örtliche Markt- musikkapelle.
Geleitet wird sie vom Präsidium unter dem Vorsitz von Altbürgermeister Franz Tscherner.
Heuer werden die zwölften Faschingssitzungen aufgeführt. Motto ist diesmal "Hollywood".
Pro Sitzung stehen 40 Akteure auf der Bühne, insgesamt sind 120 Personen daran beteiligt.











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