Aus kam ohne Warnung
Nach MDD-Konkurs ist das AMS gefordert. Viele haben schon neuen Job.
Genau eine Woche ist es her, dass die Kleine Zeitung über den überraschenden Konkurs der MDD Produktions- und Handels GmbH in Tillmitsch berichtete. Danach ging es Schlag auf Schlag: Bereits am Montag wurde das auf die Einrichtung von Supermärkten spezialisierte Ladenbauunternehmen auf Anordnung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen in Graz geschlossen.
"Eine Fortführung war nicht möglich, weil die finanziellen Mittel fehlten und nur noch drei Aufträge vorhanden waren", erklärt Georg Muhri von der zum Masseverwalter bestellten CGO Insolvenzverwaltungsgesellschaft. Die Überschuldung beträgt rund 1,5 Millionen Euro, etwa 70 Gläubiger sind betroffen. Bis zur ersten Gläubigerversammlung am 23. August sollen nun die genauen Ursachen für die Insolvenz aufgearbeitet werden. Interessenten für eine Übernahme des Standorts und eventuell auch von Arbeitskräften gebe es laut Muhri jedenfalls mehrere. Darunter auch die auf Tischlerei und Metallbau spezialisierte Firmengruppe Kamper mit Sitz in Hart bei Graz. Für eine Stellungnahme war dort allerdings niemand zu erreichen.
Darauf wollen oder können viele der rund 60 ehemaligen MDD-Mitarbeiter auch nicht warten. Knapp die Hälfte dürfte laut dem Leibnitzer AMS-Geschäftsstellenleiter Günther Prutsch bereits einen anderen Job gefunden haben. Beim AMS waren Ende dieser Woche 32 Personen vorgemerkt - der Großteil davon Facharbeiter.
Überrumpelt
Eine Arbeitsstiftung oder andere soziale Abfederungsmaßnahmen gebe es nicht. Kritik übt Prutsch am Ablauf der Insolvenz: "Wie viele Mitarbeiter wurden auch wir überrumpelt. Vom üblichen Frühwarnsystem wurde leider nicht Gebrauch gemacht." Sollte es für die Vermittlung notwendig sein, werde man natürlich Qualifizierungsmaßnahmen anbieten.








