Servicetermin für die Staatsgrenze
Einmal in zehn Jahren muss der Verlauf der Staatsgrenze zwischen Österreich und Slowenien auf seine Richtigkeit überprüft werden. In den nächsten Tagen und Wochen ist es wieder so weit.

Foto © BEVDie Staatsgrenze zu Slowenien ist in mehrere Abschnitte unterteilt
Bewohner der Grenze zu Slowenien können beruhigt sein: Wenn sich in den nächsten Tagen und Wochen unbekannte Personen mit Geräten, die aussehen wie Ferngläser, herumtreiben, sind das höchstwahrscheinlich keine Einbrecher beim Auskundschaften ihrer nächsten Ziele. Vielmehr handelt es sich um einen Vermessungstrupp, der in offizieller Mission unterwegs ist. Anlass ist die Revision der Staatsgrenze zu Slowenien, die vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) mit Unterstützung des Bundesheeres durchgeführt wird.
"Dabei handelt es sich um eine Routinemaßnahme, die einmal in zehn Jahren durchgeführt werden muss", erläutert Gerhard Muggenhuber vom BEV. Der Verlauf der Staatsgrenze müsse nämlich nicht nur kartografisch genauestens dokumentiert, sondern auch in der Natur klar ersichtlich sein. "Mit der Zeit kann es aber passieren, dass Grenzsteine oder -marken verrückt werden oder einfach nicht mehr sichtbar sind. Wir überprüfen, ob diese Markierungen auch wirklich dort sind, wo sie hingehören", so Muggenhuber.
Konkret werden bis Mitte Juli die Grenzabschnitte I und II zwischen Minihof-Liebau im Südburgenland und Zelting sowie der Grenzabschnitt IV am linken Ufer der Mur zwischen Sicheldorf und Halbenrain genau unter die Lupe genommen (siehe Karte links). Für die Revision der Abschnitte IX, X und XI zwischen Sulztal und Oberhaag ist diesmal Slowenien zuständig. Die Geländearbeiten haben hier bereits Ende März begonnen und sollen voraussichtlich bis Mitte Juli abgeschlossen sein.
Grenzbrücke verschmälert
Ein Sonderfall bei den Vermessungsarbeiten ist die Murbrücke in Bad Radkersburg. Die 140 Meter lange Verbindung zwischen den beiden Städten Bad Radkersburg und Gornja Radgona wurde im Vorjahr um 1,6 Millionen Euro generalsaniert. Dabei wurde auch die ursprüngliche Grenzmarke entfernt.
"Die Grenze verläuft ziemlich genau in der Flussmitte. Diese Linie war bisher am Brückenrand markiert. Weil die Brücke aber deutlich verschmälert wurde, ist diese Markierung nicht mehr vorhanden. Wir müssen sie also neu vermessen und kennzeichnen", weiß Muggenhuber. Die Vorarbeiten beginnen am 19. April, die Wiedervermarkung erfolgt am 23. April im Beisein von Vertretern beider Seiten.
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DATEN UND FAKTEN
Die Grenze Österreichs zu Slowenien ist insgesamt 322,5 Kilometer lang und in 27 Abschnitte unterteilt.
Davon entfallen 15 Kilometer auf das Burgenland, 134,2 Kilometer auf die Steiermark und 173,3 Kilometer auf Kärnten.
Zumindest einmal in zehn Jahren muss der Verlauf vor Ort überprüft und allenfalls korrigiert werden.
Die Behörden beider Seiten arbeiten dabei eng zusammen.








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