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Zuletzt aktualisiert: 14.11.2007 um 13:15 Uhr

"Pacemaker 07": Bundesheer-Großübung startet

Rund 4.200 Soldaten aus sechs Staaten proben ab Montag Szenarien zur Friedensunterstützung in Steiermark, Kärnten und Niederösterreich.

"Pacemaker 07", eine internationale Großübung des Bundesheeres mit rund 4.200 Soldaten aus sechs Staaten, findet von 19. November bis 7. Dezember in der Steiermark, Kärnten und Niederösterreich statt. Geleitet wird die Übung von der 7. Jägerbrigade des Bundesheeres. Im Rahmen eines friedensunterstützenden Szenarios werden heimische Kaderpräsenzkräfte auf Eignung für internationale Verwendung überprüft.

Übung. "Die Übung spielt in einem fiktiven Europa. Zwischen zwei Nationen ist ein Konflikt ausgebrochen, der zwar bereits deeskaliert ist, aber es hat neuerliche militärische Übergriffe gegeben", erklärte Sprecher Dietmar Ragger von der 7. Jägerbrigade am Mittwoch. Die EU habe entschieden, dass eine internationale Kraft- und Brigadestärke für Ordnung und Sicherheit sorgen soll: "Teile dieses Szenarios spielen wir im Rahmen der Übung durch." Eckpunkte sind z.B. der Anmarsch über einen instabilen Nachbarstaat und die Errichtung und Überwachung einer Entmilitarisierten Zone.

Soldaten. Am Szenario nehmen insgesamt 4.200 Soldaten teil, der Großteil mit etwa 3.600 Personen kommt aus Österreich, rund 250 aus Deutschland, knapp über 200 aus Belgien, je etwa 60 aus Frankreich und Slowenien sowie acht Teilnehmer aus Serbien. Die Masse der Österreicher - vom Stabsoffizier bis zum Rekruten - stammt von der 7. Jägerbrigade, Hauptträger sind die Jägerbataillone 17 und 18. Übungsleiter ist der Kommandant der 7. Jägerbrigade, Brigadier Günter Polajnar.

Teilnehmer. "Pacemaker 07", laut Ragger eine der größten Übungen in Österreich in den vergangenen Jahren, beginnt ab 19. November mit dem Formieren der österreichischen und ausländischen Teilnehmer in den Räumen Strass und St. Michael in der Obersteiermark, Klagenfurt und Großmittel (NÖ). Im Rahmen eines "Force Integration Trainings" werden die Soldaten eine Woche lang auf die Übung vorbereitet.

Verlegung. Am 26. November beginnt dann die Verlegung in das eigentliche Übungsfeld nach Allentsteig mit einem rund 300 Kilometer langen Aufmarsch von den Einrückungsorten weg. Insgesamt werden rund 500 Räderfahrzeuge, etwa 30 Radpanzer, zwölf Kettenfahrzeuge und 20 Luftfahrzeuge zum Einsatz kommen. "Diese internationale Großübung stärkt das Zusammenwirken. Hier sammeln wir Erfahrungen, die bei zukünftigen Friedensoperationen von großem Nutzen sind", meinte Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) in einer Aussendung.


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