Einigung im Rechtsstreit um abgestürzten Soldaten
Im Rechtsstreit um jenen steirischen Soldaten, der im Mai 2010 bei den Heeresmeisterschaften in Keutschach abgestürzt und mehrere Stunden nicht gesucht worden war, konnte eine Einigung erzielt werden.

Foto © KLZ/Weichselbraun
Im Rechtsstreit um den Unfall eines steirischen Stabswachtmeisters aus Straß, der bei den Heeresmeisterschaften im Orientierungslauf in Keutschach im Mai 2010 abgestürzt, schwer verletzt und mehrere Stunden nicht gesucht worden war, wurde eine Einigung erzielt. Die Verhandlung, die am Dienstag Klagenfurt hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt.
Der Unfall
Stabswachtmeister Gerhard W., Mitfavorit in seiner Altersklasse, war kurz nach dem Start zum Orientierungslauf 70 Meter über einen Felsabbruch gestürzt und lebensgefährlich verletzt liegen geblieben - vier Stunden lang. Der für den Bewerb zuständige Offizier vom Militärkommando Kärnten habe sich lange geweigert, nach dem fehlenden Starter suchen zu lassen, so der Vorwurf. Und als alle anderen schon im Ziel waren, soll er die Soldaten angewiesen haben, abzubauen und abzurücken. Vier steirische Unteroffiziere machten sich darauf selbst auf die Suche nach ihrem Kameraden: Vizeleutnant Harald Reinisch, Vizeleutnant Johann Hiebaum, Oberstabswachtmeister Andreas Trummer und Stabswachtmeister Roland Koller wurden so zu Lebensrettern. Dafür wurden sie im Oktober 2010 vom Ministerium ausgezeichnet.







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