Raketen gingen im Keller hoch - Steirer überlebte
In Allerheiligen bei Wildon wurde bei einem Kellerbrand und einer Explosion ein Mann schwer verletzt. Jetzt wird geprüft, ob das Opfer die Feuerwerkskörper rechtmäßig besaß.

Foto © FF ALLERHEILIGEN/W. In seinem Keller hatte Harald D. eine Werkstatt eingerichtet - und pyrotechnische Gegenstände gelagert
Im Stadion von Allerheiligen war gerade das letzte Saisonspiel zu Ende gegangen, als Freitagabend von einem nahen Wohnhaus ein Knall zu hören war. Stadionbesucher eilten hin, einer wollte in das Kellerabteil vordringen, aus dem dichter Rauch drang. "Er versuchte, die deformierte Tür aufzubrechen, hatte aber keine Chance", erzählt Markus Hammer, Kommandant der Feuerwehr Allerheiligen.
Nur mit Axt und Vorschlaghammer konnten die Feuerwehrmänner ins Kellerabteil vordringen. Dort fanden sie im Qualm und Chaos den Servicetechniker Harald D. (32) regungslos auf dem Boden liegen. Sofort brachten sie ihn ins Freie, ein Notarztteam versorgte den Südsteirer, der Verbrennungen dritten Grades erlitten hatte. Da man zunächst befürchtete, dass ausgetretenes Gas die Explosion ausgelöst hatte, wurden die Gasleitungen abgesperrt und alle Wohnungen im Haus evakuiert.
Doch Gas war keines im Spiel gewesen. Wie die Brandermittler des Landeskriminalamtes bald feststellten, hatte Harald D. in seiner Werkstatt mit einer Flex gearbeitet. Im Abteil lagerten pyrotechnische Gegenstände, darunter Bengalen und Raketen der Klasse F. Funkenflug hatte sie hochgehen lassen. "Er hatte noch Riesenglück, dass die Holztrennwände im Keller umgerissen wurden und so der Druck entweichen konnte", betont Hammer.
Das Opfer liegt im LKH Graz in künstlichem Tiefschlaf. Jetzt prüft die Polizei, ob Harald D. zum Besitz der Feuerwerksraketen überhaupt berechtigt war.








