Gebrochene Achse Graz-Marburg
GRAZ. Dass die ÖBB einen Monat, bevor Marburg das Jahr als Europäische Kulturhauptstadtjahr startet, weitere Direktverbindungen zwischen Graz (und damit auch Leibnitz) und Maribor streicht, ist fast symptomatisch für den Bruch der Städte. Geographisch liegen sie recht nah beisammen - und doch sind sie weit entfernt.
"Die öffentliche Verkehrsanbindung nach Marburg ist furchtbar. Das ist nicht nur mit Graz so, sondern auch mit Ljubljana oder Zagreb", beklagt sich etwa Suzana ili Fier. Besucher, die am Flughafen Graz ankommen und weiter nach Slowenien wollen, besteigen am besten ein Taxi. Shuttle-Verbindungen sind laut Dieter Hardt-Stremayr (Graz Tourismus) nicht vorgesehen. Ebenso wenig geplant sind Packages oder Info-Material. Und in der Südsteiermark? "Die Geschichte mit Marburg ist ein bissl schwach", erklärt Andrea Felsner vom Tourismusverband Leibnitz. Man hätte mehrmals Folder von der Kulturhauptstadt 2012 angefordert - vergeblich. Auch der Tourismusverband Rebenland wollte Marburg in seinem Büro bewerben. "Außer einem Newsletter haben wir aber nichts bekommen", so Gabi Forstner.
"Die Werbung aus Marburg lässt zu wünschen übrig", meint auch Elisabeth Arlt. "Aber wir sollten Maribor 2012 eine Chance geben."








