Kampf um schnelle Züge
Die Pendlerinitiative setzt sich nach wie vor für Erhalt der Zugverbindungen Graz-Marburg und retour ein. Die ÖBB halten sich bedeckt.

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Wir wollen uns nicht noch nicht geschlagen geben", gibt sich Franz Gosch von der steirischen Pendlerinitiative kämpferisch. Deshalb werden in der Südsteiermark und im Grazer Raum weiter Unterschriften für den Erhalt von insgesamt acht Eisenbahnverbindungen zwischen Graz und Marburg gesammelt. Diese sind im Fahrplanentwurffür 2012 nicht mehr enthalten. Konkret geht es um acht Züge, die für die Strecken Spielfeld - Leibnitz - Graz (bzw. retour) nur rund 20 Minuten benötigen (siehe nebenstehender Info-Kasten).
Dabei handelt es sich um Inter- bzw. Eurocity-Verbindungen von und nach Slowenien. Sie wurden erst vor wenigen Jahren eingeführt, im Fernverkehr gibt es aber laut ÖBB kaum Nachfrage. Für den Pendlerverkehr im Grazer und südsteirischen Raum seien andere Verbindungen vorgesehen. Gosch führte bereits Gespräche mit ÖBB-Verantwortlichen. "Wir wollen die Planungen aber nicht wahrhaben. Die ÖBB bestellt andere Linien aus gemeinwirtschaftlichen Interessen, nur im Grenzland gibt es diese Interessen nicht." 2000 Unterschriften hat man laut Gosch bereits gesammelt, in den kommenden Wochen will damit bei Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann und beim Ministerium in Wien vorstellig werden.
Bei den Bundesbahnen will man eine etwaige Streichung der Bahnverbindungen derzeit nicht bestätigen. Laut Sprecher Walter Mocnik soll es jedenfalls keine Nachteile für Pendler geben. Die Fahrpläne werden Mitte Dezember umgestellt.
Features
FAKTEN
Folgende Verbindungen sind im neuen Fahrplanentwurf nicht mehr enthalten: IC 250, EC 252, EC 256 und IC 258 (alle von Spielfeld nach Graz) bzw. IC 251, EC 255, IC 257 und IC 259 (alle von Graz nach Spielfeld).
Zwischen Graz und Marburg verkehren damit nur noch zwei Zugpaare.








