Eine bewegte Geschichte
Vor 125 Jahren wurde die Eisenbahnstrecke zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg eröffnet. Gefeiert wird heute und morgen mit Sonderfahrten und einem Programm am Bahnhof Mureck
Am 12. Juli 1885 wurde die 31 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Spielfeld und Radkersburg feierlich eröffnet. Damit wurde das Untermurtal an die Südbahn angeschlossen. Und plötzlich war es auch möglich, innerhalb 24 Stunden von Radkersburg nach Graz und wieder retour zu reisen. Damit löste die Bahn die Mur als Hauptverkehrsader ab.
Im ersten und zweiten Weltkrieg war die Bahnlinie ein wichtiges Transportmittel für Truppen und Kriegsgeräte. Am 17. April 1945 wurde die Eisenbahnbrücke bei Bad Radkersburg gesprengt. Mit Zunahme des Individualverkehrs verlor die Strecke an Bedeutung, in den 1970ern und 1980ern war sie von der Einstellung bedroht. Später wurden Güter- und Postverkehr eingestellt, mit der S-Bahn wurde die Nebenstrecke wieder aufgewertet.
Heute und morgen wird auf der Bahnstrecke das Jubiläum gefeiert (siehe auch Info-Kasten). Organisiert wird das Programm von einem rührigen Team um Armin Klein. Dieser ist seit Jahrzehnten ein großer Eisenbahn-Fan, kürzlich veröffentlichte der Bad Radkersburger sogar einen Bildband über die Radkersburger Bahn (Suttonverlag/18,90 Euro).
"Seit 20 Jahren sammle ich Fahrpläne, Uniformen, Fotos und Requisiten", so der Radkersburger. Nun wollte er im ehemaligen Bahnhof Halbenrain ein kleines Museum mit seinen rund 1000 Einzelstücken einrichten, allerdings scheiterten die Verhandlungen mit den ÖBB.
Laut Klein wollten die Bundesbahnen über 20.000 Euro für das Gebäude. Zu viel für die Eisenbahnfreunde. Der seit 1992 leer stehende Bahnhof ist eines der letzten Gebäude in der ursprünglichen Bauweise - und könnte nun sogar abgerissen werden.








