Industrieller investiert in Schinken
Fleisch ist Gold: Der Oberösterreicher Christian Trierenberg will den "Vulcano" der Welt schmackhaft machen.

Foto © Privat/ArchivVulcano-Geschäftsführer Franz Habel
Expansion. Neue Märkte erschließen. Diese Worte schwirren seit Mittwoch ununterbrochen über der Vulcano-Fleischwarenmanufaktur in Feldbach. Da wurde nämlich bekannt, dass der oberösterreichische Großindustrielle Christian Trierenberg, mit seiner "Tanngroup" Weltmarktführer bei der Produktion von Zigarettenpapier, nun im Schinkengeschäft mitmischt. Die Namensähnlichkeit seines Unternehmens mit einer österreichischen Fleisch- und Wurstmarke ist purer Zufall.
"Wir waren schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem kapitalstarken Partner", erklärt Geschäftsführer Franz Habel den Hintergrund der Zusammenarbeit. Man sei in letzter Zeit an die Grenzen gestoßen, habe der großen Nachfrage nicht mehr nachkommen können. Das soll sich nun ändern: Die beiden arbeiten bereits intensiv an einem Expansionskonzept. "Wir werden unsere Ideen bald gemeinsam der Öffentlichkeit präsentieren", verkündet Habel.
Die Partnerschaft eingefädelt hat übrigens Kommunalberater Bertram Mayer. Ein Unbekannter ist Trierenberg in der Region nämlich längst nicht mehr. Gemeinsam mit seiner Frau Nora hat er die Weingüter Georgiberg in Berghausen und Obegg in Spielfeld aufgekauft. Neben seinem Hauptwohnsitz Traun in Oberösterreich verbringt er die meiste Freizeit inmitten der südsteirischen Weinhänge. Am liebsten übrigens auf vier Rädern: Der bekennende Oldtimerfan ist Stammfahrer bei der Südsteiermark- und der Planai-Classic.
"Schinken und Wein ist eine besonders hervorragende Verbindung", weist Trierenberg auf sein Hobby, den Weinbau, hin. Der selbst erklärte Qualitätsfanatiker ist sich sicher, mit Habel den idealen Partner gefunden zu haben. "Es wird eine hervorragende Verbindung geben", betont er.
Den Vulcano-Schinken gibt es seit dem Jahr 2000. Das Produkt gilt als Aushängeschild des Vulkanlandes und wird bisher unter anderen nach Deutschland, in die Schweiz und nach China exportiert.







