Steirische Grenzpolizei stoppte zwei Profi-Einbrecher
In Kühnsdorf, Kärnten, hatten zwei Einbrecher das Arbö-Prüfzentrum ausgeräumt. Die Tat war noch nicht einmal entdeckt, als die Langfinger bereits bei Gleisdorf in der Steiermark gefasst werden konnten.

Foto © Kleine Zeitung/Maria Kanizaj
Der weiße Ford Transit mit dem irischen Kennzeichen passte genau in den Raster der Polizei. "Deshalb haben wir ihn angehalten", erzählen die beiden Beamten der steirischen Grenzpolizeiinspektion Spielfeld. Die Polizeistreife landete einen Volltreffer. Denn der Wagen, den sie in der Nacht zum Dienstag gegen 2.15 Uhr im Bereich der Autobahnraststation Arnwiesen bei Gleisdorf in der Steiermark aus dem Verkehr zogen, war voll- geräumt mit Diebesbeute.
Rasch stellte sich heraus, woher diese Beute stammte. "Als der Lenker die hinteren Türen öffnete, leuchteten uns auch schon Arbö-Pickerln an, die die Verdächtigen auf die Beutestücke geklebt hatten", berichten die Grenzpolizisten der Kleinen Zeitung. Bei einem Einbruch in das Arbö-Prüfzentrum in Kühnsdorf im Bezirk Völkermarkt hatten die Täter Laptops, Prüfgeräte, Spezialwerkzeuge, Fahrzeugpapiere eines Kunden und sogar die rustikale Kuckucksuhr aus dem Aufenthaltsraum gestohlen. Wert der Beute: rund 28.000 Euro.
Organisierte Bande
Als die Täter in der Steiermark gefasst wurden, war der Einbruch in Kärnten noch gar nicht bekannt. Erst die Grenzpolizei Spielfeld verständigte die Sektorstreife in Eberndorf. Die Polizisten stellten fest, dass die Einbrecher ein Plexiglas eines Rolltores eingeschlagen hatten und so in das Prüfzentrum gelangt waren.
Bei den Tätern handelt es sich um den 21-jährigen Adrian P. und um den 28-jährigen Anatoli C., beide rumänische Staatsbürger. C. wurde bereits wegen zahlreicher Einbrüche per internationalem Haftbefehl gesucht.
Die zwei Rumänen dürften zu einer organisierten Bande gehören, die wahrscheinlich für eine ganze Serie von Einbrüchen in Arbö-Prüfzentren verantwortlich ist. Allein das Arbö-Prüfzentrum in Höhnigsberg im steirischen Bezirk Mürzzuschlag wurde innerhalb von fünf Monaten zwei Mal ausgeräumt. Beim zweiten Einbruch in der Nacht zum 2. April dieses Jahres verursachten die Täter 100.000 Euro Schaden. Die Diebstahlgruppen der Landeskriminalämter Kärnten und Steiermark führen gemeinsam die Ermittlungen.








