Der Bahnhofsumbau nimmt Fahrt auf
Die Arbeiten am neuen Bahnhof Leibnitz gehen in die heiße Phase. Um den Umbau bei laufendem Betrieb zu gewähr-leisten, ist eine Sperre von 26. März bis 5. April notwendig.

Foto © ÖBBEnde 2012 soll der Bahnhof Leibnitz wie auf der Studie links aussehen
Nach außen hin war es seit dem Spatenstich für den Um- und Ausbau des Bahnhofs Leibnitz im Dezember zwar relativ ruhig. In den nächsten Tagen und Wochen nehmen die Arbeiten an dem rund 82 Millionen Euro teuren Großprojekt aber mächtig Fahrt auf. "Um den Bahnhof bei laufendem Betrieb umbauen zu können, mussten einige Arbeiten vorher erledigt werden", erklärt ÖBB-Projektleiter Gerhard Gobiet.
In der Startphase von 26. März bis 5. April ist dennoch eine einmalige Totalsperre der Südbahn zwischen Werndorf und Spielfeld notwendig. Pendler müssen in dieser Zeit auf einen Schienenersatzverkehr zurückgreifen.
Mehr Komfort
Warum diese Sperre notwendig ist, erläutert Projektkoordinator Wolfgang Grafoner: "Zwischen Lebring und Leibnitz müssen noch Gleise neu verlegt werden. Am Bahnhof Leibnitz selbst wird ein Teil der Gleise abgerissen und ein 30 Meter langer Fußgängersteig als provisorischer Übergang eingezogen. Die Treppentürme aus Beton sind schon sichtbar." Als kleine Entschädigung für die Sperre ist der provisorische Inselbahnsteig ab 5. April bereits nutzbar. Die 38 Zentimeter hohe Bahnsteigkante bringe bereits erhebliche Verbesserungen beim Ein- und Aussteigen. Bis zur Gesamtfertigstellung Ende 2012 soll sie auf 55 Zentimeter anwachsen.
Die geplante Zufahrt zum neuen Bahnhof samt Unterführung Bahnhofstraße steht für Gobiet - trotz kritischen Stimmen im Gemeinderatswahlkampf - außer Diskussion: "In Abstimmung mit der Gemeinde und Behörden wurden mehrere Varianten geprüft. Unter den gegebenen Voraussetzungen ist die jetzige sicher die beste Lösung." Jede Änderung hätte massive zeitliche Verzögerungen und finanzielle Nachteile zur Folge.
Features
MODERNE HALTESTELLE
Die Baubescheide für den Um- und Ausbau des Bahnhofs Leibnitz liegen seit 2004 vor.
Aus budgetären Gründen hätte die Ausführung frühestens 2012 beginnen sollen.
Dank dem Konjunkturpaket der Bundesregierung wurde das 82 Millionen Euro teure Projekt aber vorgezogen.
Spatenstich war im Dezember 2009, die Gesamtfertigstellung ist für Ende 2012 geplant.
Neben dem zweigleisigen Ausbau im gesamten Abschnitt werden fünf Unterführungen errichtet. Das Bahnhofsgebäude wird generalsaniert.
Ein zweiter, überdachter Bahnsteig, ein Personentunnel sowie eine Park-und-Ride-Anlage sollen den Komfort erhöhen.








