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Zuletzt aktualisiert: 30.08.2010 um 23:30 UhrKommentare

Die Genossen bauen munter weiter

Der stark wachsende Ballungsraum Leibnitz beschert den gemeinnützigen Bauträgern einen wahren Bau-Boom. Knapp 100 neue Wohneinheiten werden um 11,5 Millionen Euro realisiert.

Leibnitz bommt

Foto © ScheriauLeibnitz bommt

Was Statistiker und Demografen schon vor Jahren prognostizierten, wird immer mehr zur Realität: Der Ballungsraum Leibnitz wächst und wächst, die Einwohnerzahlen schnellen nach oben, der Bedarf an Wohnraum steigt. Eine Entwicklung, auf die neben gewerblichen Bauträgern nun auch die gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften gezielt reagieren.

Knapp 100 Wohneinheiten, verteilt auf mehrere Projekte, werden derzeit von "Ennstal", "ÖWG" und Co. im Bezirk Leibnitz aus dem Boden gestampft. Das entspricht einem Investitionsvolumen von rund 11,5 Millionen Euro. Parallel dazu sichern sich die Genossenschaften bereits Grundstücke für weitere Projekte. Nicht nur im Kernraum Leibnitz, sondern auch in dezentralen Lagen wie Leutschach oder Schloßberg.

"Wir bemerken schon seit drei, vier Jahren, dass die Nachfrage an Wohnraum im Ballungsraum Leibnitz stark steigt. Hauptgründe sind die schnelle Erreichbarkeit des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Graz sowie die generell gute Infrastruktur und die hohe Lebensqualität", erklärt Christian Krainer, Geschäftsführer der ÖWG und Obmann des Landesverbandes der gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV). Als solcher vertritt er gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Ennstal-Vorstandsdirektor Wolfram Sacherer, die Interessen von 29 Unternehmen.

Erklärtes Ziel der beiden ist es, das Profil der gemeinnützigen Bauträger gegenüber der gewerblichen Konkurrenz zu schärfen: "Bei uns gibt es keine Konkurse, wir unterliegen strengen Kontrollen", wollen die beiden Lobbyisten bei Wohnungssuchenden mit Verlässlichkeit und Sicherheit punkten. Außerdem sei eine GBV-Wohnung in der Kaltmiete im Durchschnitt um bis zu 25 Prozent günstiger als eine gewerblich vermietete.

Trends

Auf eine zeitgemäße Bausubstanz müssten GBV-Mieter dennoch nicht verzichten. "Niedrigenergie ist längst Standard, auch barrierefreies Bauen ist uns ein großes Anliegen", meint Krainer, der für einen Erhalt der Objektförderung plädiert. Im Gegensatz zur Subjektförderung (Wohnbeihilfe) sichere diese nämlich Arbeitsplätze und kurble die Wirtschaft an.

ROBERT LENHARD

GEMEINNÜTZIG BAUEN

GBV ist die Abkürzung für den Verband der gemeinnützigen Bauvereinigungen.

In der Steiermark vertritt er die Interessen von 29 Wohnbau-genossenschaften.

Rund 120.000 Wohneinheiten werden landesweit von den GBV verwaltet. Das entspricht etwa 360.000 Mietern.

Internet: www.gbv.at

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