Ein Kreuz für jeden Verkehrstoten
Bis Ende nächster Woche signalisieren weiße Kreuze, wo Menschen ihr Leben lassen mussten.

Foto © BreitlerWeiße Kreuze am Straßenrend als Symbol für die Todesopfer der letzten 15 Jahre sollen Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht mahnen
Wer dieser Tage mit dem Auto unterwegs ist, kommt nicht daran vorbei: Exakt 1273 weiße Holzkreuze säumen seit einigen Tagen die steirischen Freilandstraßen. Jedes dieser schlichten Symbole steht für einen Menschen, der in den letzten 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall sein Leben verlor. Unter dem Motto "Du sollst nicht töten! Lebe deine Verantwortung" richten das Land Steiermark und das Kuratorium für Verkehrssicherheit damit eine Mahnung an alle Verkehrsteilnehmer (wir berichteten).
In den Bezirken Leibnitz, Deutschlandsberg und Radkersburg sind noch bis Ende nächster Woche insgesamt 268 Kreuze entlang von Landes- und Bundesstraßen aufgestellt. Abschnitte, die immer wieder Todesopfer fordern, sind aufgrund der Häufung von weißen Kreuzen gut ersichtlich. Die Stelle mit den meisten weißen Kreuzen ist die L619 zwischen Deutschlandsberg und der Weinebene. Bei Kilometer 2,9 rammten Mitarbeiter der Straßenmeisterei nicht weniger als 18 Kreuze in die Erde. Sie erinnern an das wohl schrecklichste Busunglück, das es bisher in der Region gegeben hat. Auf der Heimfahrt von einem Schitag stürzte am 24. Jänner 1999 ein voll besetzter ungarischer Reisebus eine Böschung hinab. 18 Personen kamen dabei ums Leben, 27 wurden verletzt.
Zu den Strecken mit dem höchsten Blutzoll zählen aber auch die B69 zwischen Soboth und Bad Radkersburg sowie B74, B76 und die L303 zwischen Preding und St. Andrä-Höch.
Gefährliche Strecken
B76 zwischen Lannach und Großradl: 42 Kreuze
B69 zwischen Soboth und Bad Radkersburg: 41 Kreuze
B74 zwischen Gralla und Hollenegg: 24 Kreuze
L303 zwischen Preding und St. Andrä-Höch: 22 Kreuze
L601 zwischen Weitendorf und Deutschlandsberg: 15 Kreuze
L208 zwischen St. Veit und Eichfeld: 12 Kreuze










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