Neue Hauben für die Steiermark
Der Restaurantführer Gault Millau kürt die Gastro-Auf- und Absteiger des Jahres.

Foto © Marija KanizajHeinz Preschan schafft es im Aiola City in Graz von null auf zwei Hauben
Druckfrisch liegt ab heute das Testerurteil des Gourmetführers Gault Millau im Buchhandel auf. An der Spitze der besten Restaurants Österreichs wird nicht viel gerüttelt – vier Hauben darf sich neben den Obauers in Werfen, Johanna Maier in Filzmoos und dem Taubenkobel in Schützen wieder ein Steirer aufsetzen. Heinz Reitbauer ist mit dem Steirereck in Wien die unangefochtene Nummer eins unter den steirischen Köchen. Aber auch im Land selbst dürfen sich ein paar die Hände reiben – Gerhard Fuchs im Kreuzwirt in Pössnitzberg erobert sich einen weiteren Punkt und ist somit der einzige Drei-Hauben-Träger mit 18 Punkten in der Steiermark. Didi Dorner, der sich seit 13 Jahren in die vorderen Reihen kocht, steigt mit seinem Restaurant im Landhaus Stainach auf Anhieb mit 17 Punkten und drei Hauben ein.
Senkrechtstarter
Mit der richtigen Dosis Avantgarde-Küche und kreativem Pepp bei klassischen Gerichten begeistert in diesem Jahr ein junges Kochtalent die Tester des Gault Millau. Der 27-jährige Heinz Preschan klettert im Aiola City in Graz von null auf 15 Punkte (zwei Hauben). Sein Erfolgsrezept: Von den Besten lernen – und das ständig. Seine gesamte Freizeit investiert der Voitsberger in Praktika bei den Topköchen dieser Welt. Besonders erfreulich für ihn: Das Ausflugsgasthaus der Eltern in Voitsberg, wo Preschan einst seine Lehrjahre beendet hat, schafft es heuer bereits auf 12,5 Gault-Millau-Punkte.
Manchen Lokalen hat der Restaurantführer die Suppe versalzen. Der Sonnenwirt in Gleisdorf etwa verliert 1,5 Punkte und damit die Haube. Grundsätzlich lässt sich jedoch an der Leistung der steirischen Köche nicht zweifeln. Mit 65 Haubenlokalen und 86 der begehrten Auszeichnungen liegt die Steiermark im Bundesländervergleich an glänzender vierter Stelle – und ist um vier Hauben und zwei Lokale reicher als vergangenes Jahr. Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Zeiten und der ständig wachsenden Ansprüche also auch in diesem Jahr wieder eine echte Meisterleistung vor dem Herd.
ZUR BEWERTUNG
Gault Millau vergibt für 13 bis 14 Punkte eine Haube.
15 bis 16 Punkte sind zwei Hauben wert, 17 bis 18 drei und ab 19 (von 20) wird man mit vier Hauben ausgezeichnet.
Die Idealnote 20 wurde noch nie vergeben.
Der Restaurantführer Guide Michelin verteilt seine Sterne aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr in Österreich.












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