"Mitbauen an einer neuen Erde"

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Betritt man die Aula des Hauses der Stille, schauen einen 57 Gesichter in Form von Bildern an. Schon zum zweiten Mal wird noch bis morgen das EU-Intensiv-Programm "Re-Creation" von der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Graz unter Teilnahme von sechs Nationen durchgeführt. Als Koordinator der Großveranstaltung fungiert Franz Feiner.
Internationale Teilnehmerinnen. 57 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus England, Polen, Ungarn, Slowenien, der Slowakei und Österreich arbeiten gemeinsam im Haus der Stille und an der KPH Graz in kreativ-schöpferischer Weise zu den Themen "Hunger - Überfluss" sowie "allein - gemeinsam" und "fremd - vertraut".
Workshops. In kompakten Fachvorträgen (über Armut und Reichtum in der Bibel und Kirchengeschichte, Soziallehre, oder Migration), Kurzfilmen und halbtägigen Workshops wurde in die Thematik eingeführt. Beim Malen und musikalischen Gestalten wurde sowohl der eigenen Lebensgeschichte nachgegangen als auch soziale Herausforderungen aufgespürt. An einem Tag ging es um Begegnung mit moderner Kunst und mit Menschen unterschiedlicher Kulturen. In großen, zweitägigen Workshops wurde auf Stoff zu den Themen gemalt. In einem riesigen Labyrinth erfolgten soziale Begegnungen. In die Technik der Herstellung von gemalten Büchern führten die ungarischen Professorinnen der Universität Vac thematisch über die Schöpfungserzählungen ein.
"Fremd - vertraut". Eine Exkursion unter dem Thema "fremd - vertraut" führte über Oberwart nach Ungarn zu großer romanischer Kunst, die heidnische und christliche Elemente verbindet und zu den ägyptisch-römischen Wurzeln der Mutter-Gottes-Darstellungen. Tänzerisch-spielerisch wurde im Bibliodrama von der Universität Rumberok (Slowakei) die Geschichte vom barmherzigen Samariter unter dem Gesichtspunkt "fremd - vertraut" umgesetzt.
Sprache und Musik. Das Persönlichkeitsbildende und Völkerverbindende der Sprache der Musik wurde im Workshop der Universität Birmingham sichtbar. Von der Universität Ljubljana (Slowenien) wurden biblische Zugänge zu allen drei Themen behandelt. In meditativen Morgen-Einstimmungen und Reflexionen am Abend wurde der Spannung zwischen allein und gemeinsam nachgespürt. Bei den Gebetszeiten und Gottesdiensten wurde das Evangelium in sechs Sprachen gehört und Vater Unser in sechs Sprachen gebetet.







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