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Zuletzt aktualisiert: 22.10.2011 um 20:19 UhrKommentare

Feiner Striezel in aller Munde

Es ist wieder soweit: Allerheiligen steht vor der Tür und die Striezelbäcker teilen ihr Wissen mit Lernwilligen. So auch Kräuterpädagogin Bettina Rath aus St. Nikolai im Sausal.

Stolze Striezel-Bäckerinnen in der "Hexenstube": Bettina Kuzmicki, Bettina Rath, Martina, Frieda, Claudia und Cornelia

Foto © PacherneggStolze Striezel-Bäckerinnen in der "Hexenstube": Bettina Kuzmicki, Bettina Rath, Martina, Frieda, Claudia und Cornelia

Heute machen wir den flachen Vierer, den gerippten Fünfer und den Wiener Sechser", so beginnt Bettina Rath, Kräuterpädagogin, ihren ganz besonderen Backkurs in St. Nikolai im Sausal. Die Teilnehmerinnen des Kurses hören ihr aufmerksam zu, während der mit Holz betriebene Backofen im Hintergrund leise knistert.

Seit etwa vier Jahren bietet Rath in ihrer Kräuter- und Bastelstube Allerheiligenstriezel-Backkurse an. "Das Striezelbacken ist meine absolute Leidenschaft", erklärt sie. Mittlerweile kann die Kräuterpädagogin auf einen großen Fundus an alten, selbst erprobten und modifizierten Striezelrezepten zurückgreifen. "Ich sammle Kochbücher. Ein tolles Striezelrezept mit Dinkel habe ich in einem uralten Kochbuch entdeckt", erzählt Rath schmunzelnd.

Während sich die Teilnehmerinnen noch die Kochschürze umbinden, stellt Rath bereits die Zutaten und die Gerätschaften auf einen großen Tisch in der Raummitte. Die angehenden Striezelbäckerinnen teilen sich in Gruppen auf und beginnen die Zutaten zu wiegen und zu vermengen. Rasch sind drei Germteige zubereitet. Dann wird gewartet. "Zweimal muss der Teig "gehen", ehe er weiterverarbeitet werden kann", so Rath. Nachdem die Teigschüssel zweimal ihr heiß ersehntes Plopp von sich gegeben hat, kann mit der Teigverarbeitung begonnen werden. Die lernwilligen Frauen teilen Stücke vom Teig ab, rollen Stränge und legen diese aus. Unter Gelächter werden die verschiedenen Flechtmöglichkeiten erprobt. Dabei muss so mancher Zopf noch einmal zusammengeknetet und neu geflochten werden. "Bis jetzt haben aber alle den Kurs geschafft", witzelt Rath beim Anblick der Striezel am Backblech und schiebt es in den Ofen. "Ich brauche auch etwa zwei Minuten, um einen Sechser zu flechten. So einfach ist das gar nicht", lässt Rath wissen.

Doch wann ist der Striezel nun fertig? "Mein Geheimtipp ist gegen den Boden des Striezels zu klopfen. Wenn er hohl klingt, ist er fertig", verrät Rath.


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