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Ein Pfeil traf Kater "Mucki" mitten durch den Hals
Notoperation in Tierklinik rettete dem Tier das Leben. Die Polizei hatte den Schützen rasch ausgeforscht: Ein Nachbar wollte den Kater aus Hass töten.

Foto © PrivatDer Pfeil durchbohrte Kater Muckis Hals
"Ja Mucki, was hast du mir denn da gebracht?", wunderte sich die Tierbesitzerin erst, als sie Montagmittag aus ihrer Haustür trat. Beim zweiten Anblick dann der Schreck: Im Hals des roten Katers steckte ein mehr als einen halben Meter langer Pfeil, der dem Tier durch den Rücken eingedrungen war. "Das war so ein Schock", so die 36-jährige Oststeirerin zur Kleinen Zeitung. Buchstäblich mit letzter Kraft hatte sich der schwerverletzte Kater noch nach Haus geschleppt und sich vor die Haustür gesetzt.
Tierklinik
"Dass ich ihn so rasch gefunden habe, war ein Zufall. Ich wollte nämlich nur raus, um die Wäsche aufzuhängen", erzählt die Besitzerin. Sie rief sofort nach Mann und Sohn, die in der Werkstatt arbeiteten. Dann brachten die Drei den stark blutenden "Mucki" in die örtliche Tierklinik, wo er notoperiert wurde. "Noch auf der Fahrt dorthin wurden wir verständigt", berichtet ein Beamter der Polizeiinspektion Lebring. Denn es war von vornherein klar, dass der folgenschwere Schuss kein Zufall gewesen sein kann. Die Ermittlungen gaben den Beamten recht.
Noch am selben Tag konnte der Täter ausgeforscht werden. Es war ein Nachbar, selbst Besitzer von mehreren Hunden und drei Katzen, der mit einem Sportbogen aus vier Meter Entfernung den Schuss auf den Kater abgegeben hatte. Bogen und Pfeile wurden von der Polizei in einem Nebengebäude sichergestellt. Bei seiner Einvernahme versuchte sich der 33-Jährige zuerst noch herauszureden, er hätte nur auf Ratten geschossen. Schließlich gab er zu, dass er "aus Hass" den in seinem Garten sitzenden Nachbarskater töten wollte. Der Mann wurde wegen Verdachts der Tierquälerei angezeigt.
"Mucki geht es heute wieder gut, er erholt sich", freut sich die diensthabende Ärztin der Tierklinik. "Er hat Glück gehabt, dass der Pfeil nur durch die Muskulatur ging." Und sie betont: "Das ist so ein liebes, verschmustes Tier." Von der Tierklinik wurde sofort die Bezirkshauptmannschaft informiert. Gegen den Nachbarn war übrigens schon einmal wegen Tierquälerei ermittelt worden, damals soll der Mann ein Schwein erschlagen haben.





