Neuer Pfarrer für Leibnitz
Anton Neger wechselt mit 1. September vom Pfarrverband Wies-Pölfing-St. Ulrich in die Südsteiermark. Kapuziner legen dort die Leitung zurück. Anton Rindler folgt Martin Waltersdorfer in Groß St. Florian.

Foto © Hans AstAm Pfingstsonntag gab er seinen Wechsel nach Leibnitz offiziell bekannt: Pfarrer Anton Neger
Ein Raunen war am Pfingstsonntag durch die Pfarrkirche von St. Ulrich im Greith gegangen: Im Zuge des Gottesdienstes gab nämlich Pfarrer Anton Neger seinen Abschied aus dem Pfarrverband St. Ulrich, Wies und Pölfing-Brunn bekannt. Nach zehn Jahren in der Weststeiermark wird Anton Neger ab 1. September die Pfarre Leibnitz, laut Ordinariat mit über 14.000 Katholiken die zweitgrößte des Landes, betreuen. Die Kapuziner unter Bruder Christoph Strojny werden die Leitung der Pfarre zurücklegen. "Die Arbeit in der Pfarre hat ihre Grenzen erreicht", so Strojny, der Leibnitz verlassen wird. Auch sein Ordensbruder Thomas Krawczyk wird seine Funktion als Kaplan beenden.
Für Neger selbst war die Entscheidung, von der West- in die Südsteiermark zu wechseln, keine ganz einfache: "Ich habe mich sehr gut eingelebt und wohlgefühlt. Eine Pfarre gibt man ja nicht ab wie einen Brief. Es gibt sehr viele Bindungen", so der Geistliche, der aus der Pfarre Groß St. Florian stammt und 1996 zum Priester geweiht wurde. Im heurigen Jänner sei er dann für die Leitung gleich mehrerer anderer Pfarren in Frage gekommen. Bischof Egon Kapellari bat ihn, die Pfarre Leibnitz zu übernehmen. Als "Aufstieg" sieht Neger den Wechsel in die ungleich größere Pfarre nicht ("Als Priester macht man ja keine Karrierepläne") - sehr wohl aber als Herausforderung. Was ihm wichtig ist? "Das Evangelium ins Heute zu übersetzen, das Miteinander mit allen Leuten, die Zusammenarbeit in den Gremien." Wer Neger nachfolgen wird, wollte Thomas Bäckenberger von der Diözese Graz-Seckau gestern nicht bekannt geben.
Dafür steht ein anderer Wechsel bereits fest: Pfarrer Martin Waltersdorfer wird mit September den Pfarrverband Groß St. Florian-Wettmannstätten verlassen. Sein Nachfolger wird Dechant Anton Rindler. Er ist derzeit in der Pfarre Fernitz tätig.








