Pools setzen den Wassernetzen zu
Massenhaftes Befüllen von Schwimmbecken brachte am Wochenende die Wassernetze an ihre Kapazitätsgrenzen. Am Feiertag lockt wieder Traumwetter.

Foto © FotolliaViele Steirer befüllten am Wochenende ihre Schwimmbecken
Für die Pflanzen auf den Feldern waren die Regenfälle nach Ostern ein Segen. Die Grundwasserspeicher allerdings konnten sie nicht auffüllen. Die Pegelstände im Osten und Süden der Steiermark steuern auf die historischen Tiefststände von 2002 zu. Und am Wochenende stellte die Hitzewelle die Wasserversorgungsnetze vor eine zusätzliche Bewährungsprobe.
Die Steirer nutzten den Sommereinbruch, um in die Badesaison zu starten. Die Folge: Unzählige private Pools und Schwimmbecken wurden gleichzeitig mit Wasser befüllt. "Seit Bestehen unseres Verbandes hatten wir noch nie einen so hohen Spitzenverbrauch", sagt Dietmar Luttenberger vom Wasserverband Grazerfeld Südost. Für solche Extremmengen ist das Leitungsnetz nicht ausgelegt. "Das ist nur gut gegangen, weil uns die Holding Graz mit der Wasserversorgung bis in den Raum Leibnitz ausgeholfen hat", sagt Luttenberger.
Auch beim Wasserverband Grenzland Südost spürte man den plötzlichen Verbrauchszuwachs. "Da war es gut, dass sich unsere Gemeinden vorab mit den Feuerwehren abgesprochen haben, damit nicht überall gleichzeitig die Becken befüllt werden", sagt Obmann Josef Ober. Entwarnung in Sachen Trockenheit gebe es jedenfalls nicht. "Unser Grundwasser geht jetzt in den siebenten Monat ohne ergiebige Niederschläge." Sicherheitshalber probt der Verband in den nächsten zwei Wochen eine Vollauslastung der überregionalen Wassertransportleitungen.
All die Sonnenhungrigen können den Feiertag am 1. Mai noch einmal genießen. "Die Höchstwerte klettern auf 29 Grad", sagt Christian Pehsl von der Zentralanstalt für Meteorologie (Zamg). Ab Mittwoch beginnen die Temperaturen leicht zu sinken, bis zum Wochenende stellen sich zwischendurch Regenfälle ein.









