Rollentausch bei der Titelvergabe
Drei Medaillen gab es für SU Leibnitz bei den österreichischen Meisterschaften.
LEICHTATHLETIK. Vertauschte Rollen gab es bei den österreichischen Hallenmeisterschaften (U18 und U20) in Wien. Statt Anna Harrich lachte Jennifer Herrmann (beide SU Leibnitz) beim Dreisprung (U20) von der obersten Stufe des Podests. "Ich habe mir Gold und Silber erwartet, aber in umgekehrter Reihenfolge", sagt Trainer Martin Zanner. Auch Herrmann war von ihrem ersten großen Erfolg in dieser Disziplin überrascht: "Ich habe es mir nicht erwartet, denn Dreisprung trainiere ich nur manchmal mit. Das war ein Zufall." Harrich holte durch Sicherheitssprünge den zweiten Platz, da die anderen Sprünge ungültig waren. "Sie ist eigentlich die mit Abstand beste Springerin im Feld", sagt Zanner.
Im Stabhochsprung holte Herrmann die erwartete Silbermedaille. Nur Kira Grünberg (ATSV Innsbruck), die 3,88 Meter sprang, ist eine Nummer zu groß. "Sie ist für mich noch außer Reichweite", sagt Herrmann. "Deshalb ist der zweite Platz super." Mit ihrem eigenen Sprung (3,20 Meter) ist sie aber nicht zufrieden. "Ich war von meiner Leistung enttäuscht." Zanner: "Nachdem es beim Einspringen nicht gut gelaufen ist, haben wir einen weicheren Stab gewählt. Der war aber leider zu weich. So etwas kann passieren."
Für Herrmann ist die Hallensaison nun beendet, sie beginnt mit dem Aufbau für die Sommersaison. Und da ist eine Sprunghöhe von 3,70 Meter das erklärte Jahresziel.
Für die SU Leibnitz-Athleten Harrich, Elisabeth Oswald (beide Dreisprung) und Beate Hochleitner (Weitsprung) geht es am Wochenende nach Linz zu den Staatsmeisterschaften. "Ich erwarte mir gute Leistungen und auch eine Medaille", sagt Zanner. SANDRA MATHELITSCH








