Freie Bahn auf der neuen Unterführung
Autofahrer dürfen aufatmen: Mit der gestrigen Freigabe der Bahnhofsunterführung fließt der Verkehr wieder flüssiger durch Leibnitz.

Foto © LenhardSymbolisches "Bandldurchschneiden" gestern Vormittag vor der neuen Unterführung am Leibnitzer Bahnhof, der bis Ende 2012 fertiggestellt wird
Für Bahnkunden gab es mit Inbetriebnahme des neuen Inselbahnsteigs am Bahnhof Leibnitz bereits Ende November ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk (wir berichteten). Gestern brachte das Christkind schließlich auch für Autofahrer ein "Packerl" vorbei. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit wurde nämlich die rund drei Millionen Euro teure Unterführung Bahnhofstraße offiziell für den Verkehr freigegeben. Damit gibt es nun auch eine direkte Zufahrt zur neuen Park & Ride-Anlage mit 350 Pkw-Stellplätzen in der Südbahnstraße.
"Für den Umbau des Bahnhofs Leibnitz in eine moderne Verkehrsstation ist das wieder ein ganz wichtiger Meilenstein", freute sich ÖBB-Projektleiter Gerhard Gobiet. Eine Meinung, der sich freilich auch Bürgermeister Helmut Leitenberger anschloss: "Die Stadt kann stolz darauf sein, so eine wunderschöne Anlage zu bekommen." Ein bisschen wird es aber noch dauern, bis die letzten Bagger und Bauarbeiter abgezogen sind. Im Juni 2012 soll das neue Aufnahmegebäude fertiggestellt sein, Ende des Jahres schließlich der gesamte "Bahnhof Neu" in Betrieb gehen. Die Vorplatzgestaltung inklusive Busterminal soll bis Mitte 2013 abgeschlossen sein.
Bereits Geschichte ist seit Sonntagnacht der ungeliebte Übergangssteg. Die 30 Meter lange und 25 Tonnen schwere Holzkonstruktion wurde nach Niederösterreich abtransportiert, wo sie wiederverwendet wird. Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt ab sofort ebenerdig beziehungsweise unterirdisch. Wirklich barrierefrei wird der Bahnhof aber erst mit Fertigstellung des Personentunnels und Inbetriebnahme der Aufzugsanlagen Mitte 2012 sein.
Features
Kommentar
FAKTEN
Baubeginn: Dezember 2009
Fertigstellung: Bahnhof inklusive Anlagen Ende 2012; Vorplatz und Busterminal Mitte 2013
Kosten: 87,5 Millionen Euro im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung.
Frequenz: Aktuell rund 3000 Fahrgäste pro Tag.









