Feinstaub sorgt für Diskussionen
65 Überschreitungstage bescheren Leibnitz eine zweifelhafte "Spitzenposition".

Foto © AP
LEIBNITZ. Die unrühmliche Position von Leibnitz als Nummer eins der Feinstaubstädte Österreichs hat nun zu einer Landtagsanfrage der Grünen an Umwelt- und Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann geführt. Konkret wollte man wissen, was aus seiner Sicht die Gründe für die hohe Anzahl an Feinstaub-Überschreitungen sind, welche Maßnahmen er gesetzt habe und welche er in naher Zukunft plane. Und von Landeshauptmann Franz Voves fordert man, die Feinstaubbekämpfung zur Chefsache zu machen.
Bürgermeister Helmut Leitenberger appelliert indes auch vermehrt an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Und er hat neueste Daten einer Studie des Landes parat. "Demnach bekommen wir zwei Drittel des Feinstaubs als Luftfracht nach Leibnitz. Ein Drittel verursachen wir selbst. Wobei der Verkehr mit sieben Prozent gering ausfällt, der größten Posten ist mit 37 Prozent der Hausbrand", so der Gemeindechef.
Die Kritik eines Bürgers aus dem Ortsteil Altenmarkt muss sich Leitenberger indes auch gefallen lassen. Konkret geht es um eine bereits bewilligte Hackschnitzelanlage, die demnach als "Dreckschleuder" gesehen wird. Bekrittelt wird auch, dass die Anlage quasi hinter verschlossenen Türen in der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung beschlossen wurde. "Stimmt nicht", sagt der Gemeindechef zu beiden Punkten. Einerseits müsse die Anlage 14-tägig von einem Rauchfangkehrer gewartet werden, es handle sich umsicher keine Dreckschleuder. Und auch bei der Beschlussfassung habe man sich an das Gesetz gehalten. BETTINA KUZMICKI









