Leibnitz hofft auf Feinstaub-Studie
Ursachen hoher Feinstaubbelastung und Möglichkeiten zur Verbesserung zeigt ein Interreg-Projekt auf.
Dass in der Feinstaubproblematik Handlungsbedarf besteht, ist für den Leibnitzer Gemeindechef Helmut Leitenberger mehr als klar. Dennoch findet er es mittlerweile beinahe schon rufschädigend, dass Leibnitz permanent als Feinstaubhochburg durch die Medien geistert.
"Es handelt sich ja nicht nur um ein lokales Problem", so Leitenberger. Das Verkehrsaufkommen rund um die Messstelle sei im Vergleich zu Graz oder Wien marginal. Die Straßen würden vorbildlich gereinigt, der Winterdienst auf die vom Land empfohlenen Streumittel abgestimmt und die Haushalte der Stadt seien zu mehr als 90 Prozent an das Gasnetz angeschlossen. Und heizungstechnische Altlasten versuche man Schritt für Schritt auszumerzen.
"Natürlich wissen wir um unsere problematische Beckenlage. Wir bekommen den luftverfrachteten Feinstaub aus anderen Gegenden, der sich dann durch die Wetterlage während der Wintermonate auch noch verstärkt bei uns hält", so der Gemeindechef.
Wichtig sei es, endlich die Beschaffenheit der Feinstaubpartikel auf ihre Verursacher hin zu analysieren. "Denn nur dann können wirklich sinnvolle Maßnahmen, und zwar landesweit und länderübergreifend gesetzt werden", ist Leitenberger überzeugt. Deshalb ist Leibnitz auch Teil des "PMinter-Projektes", einem Interreg-Projekt, das spätestens 2013 genau diese Ergebnisse liefern soll. "Davon erhoffen wir uns viel. Und bis dahin tun wir, was möglich ist", so Leitenberger.









