Wir bitten um etwas Geduld. . .
. . . die mageren Zeiten in der Leichtathletik werden für die Steirer nicht so bald zu Ende sein. Der Nachwuchs lässt aber hoffen.

Foto © GEPAAlexander Rossi (ATG) holte in Innsbruck Bronze
Das waren sie also, die Leichtathletik-Staatsmeisterschaften 2011 am vergangenen Wochenende in Innsbruck. 102 Medaillen gab es in 34 Bewerben in Tirol zu gewinnen. Die Ausbeute für die Steiermark: Heeressportlerin Elisabeth Eberl schleuderte den Speer aufs Gold-Podest und ATG-Vereinskollege Alexander Rossi drehte sich im Diskuswerfen zur Bronzemedaille. Das war auch schon die ganze Ausbeute. Kein einmaliger "Ausrutscher", wie der Blick auf die vorjährigen Ergebnislisten zeigt. Auch da gab es für die Steirer in Villach nur zwei Medaillen.
Bei den "Großen" ist die Steiermark derzeit ziemlich klein. Das weiß auch der Sportdirektor des steirischen Verbandes (STLV), Martin Zanner. "Wir verlieren in der U20- bzw. U23-Klasse zu viele Athleten. Daher gibt es in der Allgemeinen Klasse das große Loch", analysiert der Leibnitzer, der sein Amt erst im März dieses Jahres angetreten hat.
"Aber der weiß-grüne Nachwuchs lässt uns hoffen. In der U18-Kategorie sind wir heuer hinter Niederösterreich und Oberösterreich die heimische Nummer drei", fährt Zanner fort, "und das Niveau ist echt stark. Wir haben im steirischen Verband relativ hohe Kaderlimits. Zehn bis zwölf Athleten sollten den Sprung in die Auswahl schaffen. Das gab es bei uns noch nie."
Was aber muss geschehen, um das Abwandern in der U20- bzw. U23-Klasse zu verhindern? "Wir haben gesehen, dass viele Athleten von auswärts zum Studieren nach Graz kommen. Dann haben sie an ihren Klub keine Anbindung mehr. An einem Vereinswechsel sind sie auch nicht interessiert und gehen so für die Leichtathletik verloren", erzählt der STLV-Sportdirektor.
Ab Herbst will man dieses Problem aber in den Griff bekommen: "In Zusammenarbeit mit der Landessportorganisation bieten wir am Universitäts-Sportinstitut einen Studenten-Stützpunkt an. Der Verband stellt die Trainer, keiner muss seinen Verein wechseln. Das Projekt läuft vorerst zwei Jahre und wird rund 6000 Euro kosten."
Was der steirische Verband aber nicht verhindern kann: wenn finanzstarke Vereine unsere Topathleten abwerben. Die letzten beiden Beispiele: Speerwurf-Rekordhalterin Elisabeth Pauer (SVS Niederösterreich) und Dreispringerin Michaela Egger (Salzb.).








